AG Leverkusener Künstler wird 40 Jahre alt

Jubiläumsausstellung im Künstlerbunker : Von Wahnsinn bis Romantik, von Leben und Sterben – die AG wird 40

Die Arbeitsgemeinschaft Leverkusener Künstler zeigt zu ihrem Geburtstag ab Samstag eine besondere Ausstellung im Künstlerbunker an der Karlstraße.

Zum Jubiläum das Beste. Unter der Überschrift „Ganz schön so“ präsentiert die Arbeitsgemeinschaft Leverkusener Künstler, die seit 40 Jahren existiert und seit 31 Jahren im Künstlerbunker an der Karlstraße in Opladen  zu Hause ist, zahlreiche Besonderheiten. Dabei soll der Titel speziell das neue Selbstbewusstsein dokumentieren. „Der Aufbruch ist da, vieles ist gelungen. Zufriedenheit zeichnet sich ab, zugleich ist aber allen bewusst, das ist erst der Anfang“, bemerken die Vorsitzenden Ellen Loh-Bachmann (Eloba) und Klaus Wolf in ihrem Grußwort zur Ausstellung, die am Samstag, 11. Mai, um 18.30 Uhr eröffnet und bis einschließlich 26. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein wird.

Für die Inszenierung ist der Verein neue Wege gegangen. Der Bunker wurde dazu genau ausgemessen und jedem einzelnen der insgesamt 24 Künstler eine 3,30 Meter große Ausstellungsfläche zur eigenen Gestaltung zugelost. Diese Aufgabe wurde unterschiedlich gelöst. Zum Beispiel hat Sigurd Koppenstedt seine Fläche durch großformatige Bilder gefüllt, auf denen der Kölner Dom und das bunte Treiben auf der Domplatte dargestellt sind. Rita Klein zeigt unter anderem Zyklen eines Wüstentages in Öl auf Leinwand. Angelika Strobach hat eine Leine mit Wäsche unter dem Motto „Vergessen“ über Eck gespannt. Gleich nebenan präsentiert Klaus Wolf seine Objekte in Öl, Acryl und Wechseltechnik.

Winfried Gille, seit 1999 als Bildhauer tätig und seit zehn Jahren Mitglied der Arbeitsgemeinschaft, hat versucht diese Dekade in Objekte zusammenzufassen. Herausgekommen ist ein Plakat mit blutverschmierten Händen und dem Schriftzug „40 Jahre AG. Von Wahnsinn bis Romantik, von Leben und Sterben. Alles dabei“. Das Ganze ist hinter einer alten Wanne aus einem Abrisshaus zu sehen.

In der sogenannten „Ahnengalerie“ gibt es Selbstbildnisse der aktuellen Vorsitzenden und ihrer fünf Vorgänger. Künstler Michael Salge ist mit seinen für ihn so typischen oxidierten Skulpturen ebenso vertreten wie Peter Nettesheim mit einigen Holzfiguren. Wolfgang Schumacher hat Motive aus ehemaligen Zechen in Herten und Essen erst fotografiert, dann auf Leinwand gemalt, ehe er sie im Zeitraffer künstlich altern ließ.

Lutz Diese hat als Anhänger von Pop-Art eine Schwimmerin durch besondere Lichtreflexe ins rechte Licht gesetzt, während die Malerei von Helmut Tigges durch den Ausdruck des Wechselspiels künstlerischer Auseinandersetzung geprägt ist. Nicht zuletzt hat Eloba als bekennende Europäerin die Wand in nächtlicher Handarbeit mit Karte und Bildern gestaltet und bezeichnet ihr Werk amüsiert als „Elobicon“.