Longhorns hässlich zum Traumstart

Die Langenfeld Longhorns sind zurzeit in der 2. Football-Bundesliga Nord (GFL 2) nicht zu stoppen. Nach den Auftaktsiegen bei den Berlin Rebels (30:27) und gegen die Hamburg Eagles (22:14) gewann das Team um Headcoach Sherman DJ Anderson auch bei den Bonn Gamecocks – 21:14 (0:0, 14:7, 0:0, 7:7). Langenfeld ist damit die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der gesamten Liga und liegt an der Tabellenspitze (6:0 Punkte). "Das war zwar hässlicher Football, was wir gespielt haben. Aber man sieht einfach, dass die Jungs nicht verlieren wollen. Das war kein Spiel für Individualisten und das Team hat im Gesamten überzeugt", urteilte Anderson.

Zu Beginn kamen die sonst sicheren Pässe nicht an und das Laufspiel blieb zunächst ebenfalls ohne Wirkung. Außerdem wies die Verteidigung der Hausherren keine Löcher auf, die Langenfeld hätte nutzen können. Auch eine Interception von Markus Scherenberg (abgefangener Pass) führte noch nicht zu Punkten. Als Bonn im zweiten Viertel das 7:0 vorlegte, wachten die Longhorns aber richtig auf.

Spielmacher Garrett Collins bediente Olaf Fries über 28 Yards, bevor Sven Meyer den Extraversuch zum 7:7 nutzte. Kurz darauf besorgten Florian Zuber (Collins-Pass über zehn Yards) und Meyer (Zusatzversuch) das 14:7. "Erst da haben wir angefangen, wirklich Football zu spielen. Auch unsere Spezialteams mit Kicker Sven Meyer haben die Dinger endlich mal richtig weggehauen", fand Anderson, der trotzdem was zu kritisieren hatte.

Defense rettet Offense

Der Angriff ließ bei fünf Pässen den bereits gefangenen Ball wieder fallen. "Im dritten Versuch ist so ein Drop unnötig und sehr schmerzlich. Wir können von Glück sprechen, dass uns die Defense im Spiel gehalten hat", fand der Headcoach. Nach dem 21:7 von Matthias Kuhr (Lauf über zwölf Yards) und Meyer (Extrapunkt) beschränkte sich Langenfeld auf die Ergebnisverwaltung. Deshalb gelang Bonn zwei Minuten vor dem Ende das 14:21.

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Am Samstag (16 Uhr, Stadion Jahnstraße) gehts nun gegen den Erstliga-Absteiger Cologne Falcons. "Da dürfen wir uns nicht mit so vielen Fehlern präsentieren – weil unsere Offense nicht die gewohnte Punktemaschine ist", warnt Anderson. Bis dahin bleibt jedoch festzuhalten, dass die Longhorns einen Traumstart hingelegt haben.

(RP)