Handball : Das etwas andere Finale

Handball-Verbandsligist SG Langenfeld will als Aufsteiger den dritten Platz behaupten. Hier wartet zum Abschlussdie sehr schwierige Aufgabe gegen den Vierten Unitas Haan. Für Kreisläufer Jörg Schulthindrik wirds ein Abschied.

Die Partie soll ein Teil der Party zum Saison-Abschluss sein. Nach acht Siegen hintereinander in der Rückrunde sind die Verbandsliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) nicht nur auf den Geschmack gekommen, sondern auch scharf auf den neunten Erfolg in Serie. Einer der Gründe dafür ist der finale Gegner, denn das Team um Trainer Heino Kirchhoff beendet die laufende Serie mit dem Kreisderby gegen Unitas Haan (heute, 18.30 Uhr, Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium).

"Das wird ein heiß umkämpftes Spiel", vermutet Kirchhoff, "ich denke, wir wollen gewinnen." Dahinter verbirgt sich die ernste Absicht, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Bei 38:12 Punkten braucht Langenfeld dazu zumindest ein Unentschieden, weil die Unitas (36:14) ansonsten punktgleich wäre und dann über den besseren direkten Vergleich vorbeikäme. Das verdankt Haan dem 33:29 aus der Hinrunde, das wiederum Langenfeld bis heute noch ziemlich schwer im Magen liegt.

Standort-Bestimmung

Vor dreieinhalb Monaten riss ausgerechnet zum Abschluss der Hinrunde eine ebenfalls attraktive Serie von neun Siegen in Folge – und Aufsteiger SGL geriet vorübergehend aus der Spur. "Wir haben etwas gutzumachen", betont Kirchhoff, der sich mit seiner Mannschaft sehr aufs Endspiel um Platz drei freut. Beide Seiten können alles zeigen, was sie draufhaben. Damit verbindet der SGL-Coach zugleich wichtige Fragen für die Zukunft: "Es ist eine richtige Standort-Bestimmung. Wie weit sind wir gekommen? Was können wir tun, wenn die Unitas eine Top-Leistung abruft? Sind wir wirklich der echte Dritte?"

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Für Jörg Schulthindrik ist das Spiel ganz sicher was Besonderes, denn der Kreisläufer zieht zum letzten Mal das Langenfelder Trikot an. Nach dieser Saison tritt er sportlich etwas kürzer (berufliche Gründe, private Gründe) und spielt wieder in Wuppertal. Vielleicht kann der 33-Jährige an eine wenigstens in der Mannschaft beliebte Tradition anknüpfen und zum Beispiel den 30. Treffer erzielen – der immer eine Runde Bier kostet.

Tiedermanns Wunsch

Ob die Unitas mitmacht, steht auf einem anderen Blatt. Haan hat in der Rückrunde bisher nur gegen den Meister TuSEM Essen II verloren (30:34) und wird vermutlich keine großen Geschenke verteilen. Gäste-Coach Jürgen Tiedermann wünscht sich schlicht ein schönes Spiel ohne große Zwänge und Härte: "Nach dem Spiel haben schließlich beide Mannschaftn was zu feiern." Hört sich gut an. Die Partie soll eben ein Teil der Party sein.

(RP)