Monheim feiert den Frühling mit offenen Läden

Viele Aktionen : Monheim feiert den Frühling

Selbstfahrende Busse, Biathlon, Vereine und das Partnerland Portugal stehen im Mittelpunkt des Programms zum verkaufsoffenen Sonntag.

Folkloretänze der Benrather Gruppe „Quinas de Portugal“, dazu der Duft von Sardinen und gegrilltem Oktopus – dem Publikum auf der Alten Schulstraße gefällt’s. Doch fragende Blicke signalisieren auch: Warum ausgerechnet Spezialitäten aus Portugal an diesem verkaufsoffenen Sonntag in Monheim? Bruno Kosmala von der Europa-Union erklärt’s: „Die Monheimer Europawoche ist diesmal Portugal gewidmet.“ Und zur Eröffnung (siehe Info) bieten die überparteiliche Vereinigung, Stadt und VHS als Veranstalter eine entsprechende „Landpartie“.

Die vielen Flaneure in der Stadtmitte können an diesem etwas kühlen, aber sonnigen Sonntagnachmittag so einiges erleben: So gibt es Stände von Kunsthandwerkern, Street-Food oder die Möglichkeit zu einer kurzen „Ballonfahrt“ mit den Monheimer Kulturwerken. Zahlreiche Vereine präsentieren ihre Angebote, vom FC Monheim mit seiner Mädchenfußball-Mannschaft über den Schachverein bis hin zu Tennis- und Segelclubs. Dazu Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen.

Ein Höhepunkt: die „Biathlon Deutschland-Tour“. An dem Stand legen jeweils bis zu drei Teilnehmer im Wettkampfformat zunächst eine Etappe auf simulierten Langlaufski auf einem Thoraxtrainer zurück, ehe sie mit fünf Schüssen im Stehendschießen messen. Die Tour ist bereits zum dritten Mal in Monheim. Der Tagessieger gewinnt eine Reise zum Weltcuport Ruhpolding, wo das Finale der Biathlon-Tour stattfindet. „Dort geht es dann richtig auf Skiern mit Kleinkalibergewehr um den Gesamtsieg“, erklärt Martin Bremer von der Tourorganisation. In Ruhrpolding würden die Teilnehmer von Olympiasieger Fritz Fischer auf den Wettkampf vorbereitet.

Die Aussteller auf der Heinestraße setzen den Fokus auf Mobilität. So präsentieren etwa DLRG, Feuerwehr und Polizei ihre Arbeit. Publikumsliebling ist jedoch der neue, fahrerlose Bus der Bahnen der Stadt Monheim (BSM). Ab Herbst sollen fünf solcher autonomen Busse durch die Altstadt  rollen. „Die Sicherheit ist auf jeden Fall gewährleistet“ sagt BSM-Mann Mohamed Arrami. Läuft etwa ein Mensch vor das Fahrzeug, so hält es dank zahlreicher Sensoren an, wie Arrami einfach demonstriert. Dem BSM-Vertreter zufolge können die Busse mit einer Batterieladung bis zu 700 Kilometer weit fahren. Bei den Besuchern des Frühlingsfestes kommt der Bus schon mal gut an. Familie Kante aus Solingen mit Hund etwa fühlt sich in dem Fahrzeug nach eigenem Bekunden sehr sicher. Wenn dort einmal kein menschlicher „Operator“ mehr mitführe, sei es sicher komisch, aber auch Gewohnheitssache, finden die Gäste aus der Klingenstadt.

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