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Langenfeld: Intelligente Technik für Stadtentwicklung sinnvoll nutzen

Wochenkolumne Zugabe Unser Senf zum Wochenende : Intelligente Technik für Stadtentwicklung nutzen

Die Langenfelder können stolz auf ihre neuen Lichtstelen im Freizeitpark sein: Sie haben sich im dreimonatigen digitalen Testlabor als wahrhaftig intelligente Leuchten erwiesen.

Der Einsatz des leistungsstarken Innenlebens und der feinfühligen Sensorik an anderen Stellen im Stadtgebiet ist somit geritzt. Leuchtstelen dieser Art stehen seit kurzem in der City an der gerade umgestalteten Solinger Straße, deren höhere Straßenlaternen im 2018 umgebauten Abschnitt bis zur Bahnunterführung teils ebenfalls digital aufgerüstete Intelligenzbestien sind.

Beste Voraussetzungen also, digitale Möglichkeiten der schönen neuen Welt nutzbar zu machen und die Technik sinnvoll einzusetzen. Heißt: sinnvoll im Sinne der Bürger. Das Messen und Sammeln von Daten ist die eine Sache, die Rückschlüsse und Handlungsempfehlungen sind eine andere.

Mit dem Rückkauf der Langenfelder Straßenbeleuchtung von Innogy und der damit verknüpften Gründung einer eigenen Digital- und Infrastrukturgesellschaft nehmen die Stadtverantwortlichen die Zügel selber in die Hand. Wohin die Reise geht? Klimawandel, Erderwärmung, Hitzeinseln, Starkregen-Überflutungen, Frischluftschneisen, Verkehrswende, Lärm- und Schadstoffbelastung... – solche Schlagworte geben die Richtung für die intelligente Stadtentwicklung vor. Unter Berücksichtigung des für Aufzeichnungen notwendigen Datenschutzes sind die smarten Laternenmasten dabei ganz wichtige Zuarbeiter. Sie ermöglichen einen Faktencheck, wenn etwa Anlieger über zu hohes Tempo, Lärm- und Luftbelastung klagen. Doch damit dies im gesamten Stadtgebiet möglich wird, sind hohe Investitionen nötig.

(mei)