FC Monheim fährt in der Oberliga zum 1. FC Kleve

Fußball : FCM plant schönen Abschluss für Aleksic

Monheims Stürmer Nikola Aleksic wird Gastronom und beendet seine Oberliga-Karriere, der FCM will ihm auf seiner Weihnachtsfeier einen schönen Abschluss bereiten. Vorher geht es aber noch einmal sportlich zur Sache und zum Jahresausklang am heutigen Samstag nach Kleve.

Im Hinspiel gegen den 1. FC Kleve war Nikola Aleksic noch Torschütze zum 1:1 beim 2:1-Heimerfolg des FC Monheim in der Fußball-Oberliga. Wenn am heutigen Samstag (15 Uhr) das Rückspiel steigt, ist der Stürmer aber außen vor – seine Einsatzzeiten wurden zuletzt immer weniger, was indes nichts mit den Leistungen des 29-Jährigen zu tun hat. Vielmehr hat es eine berufliche Veränderung gegeben, und die Oberliga-Karriere klingt nun aus. „Er macht sich selbstständig in der Gastronomie“, erklärt sein Trainer Dennis Ruess und ergänzt: „Er übernimmt mit seiner Frau ein Restaurant seines Schwiegervaters und wird Richtung Ruhrgebiet ziehen. Das hat er schon Mitte September kommuniziert, das ist alles vernünftig abgelaufen. Wir werden für ihn einen versöhnlichen Abschluss auf unserer Weihnachtsfeier finden.“

Und diese findet am kommenden Wochenende in einer Lokalität in Berghausen statt, die die Monheimer schon seit einigen Jahren dafür nutzen. Dass die Partie in Kleve auf den Samstag vorverlegt wurde, hatte auch etwas mit vorweihnachtlicher Besinnlichkeit zu tun: Da die Gastgeber am heutigen Samstag ihre Weihnachtsfeier haben, baten sie um die Verlegung, der FCM stimmte zu. „Ein Spiel direkt davor kann ja je nach Ausgang ein Stimmungskiller sein“, sagt Ruess, der natürlich gerne mit einem eigenen Erfolg die Spaßbremse für Kleve wäre.

Der FCM-Trainer warnt aber: „Das wird eine knackige Geschichte in Kleve – vom spielerischen Niveau her, aber auch vom Wetter. Es soll ja ungemütlich werden, und in Kleve ist es sehr zugig im Stadion. Das kennen wir zwar von unserem Rheinstadion auch, aber wir müssen das, ebenso wie den Kampf und die Anstrengungen der langen Busfahrt, annehmen, wenn wir da bestehen wollen.“ Mit dem Hinspiel sei die Partie nicht zu vergleichen, meint Ruess: „Das war der zweite Spieltag, an einem Wochentag. Das ist keine Schablone, die ich nun nutzen könnte. Die Klever sind unglücklich gestartet, haben sich aber inzwischen stabilisiert und eine klare Spielidee und Struktur. Sie spielen blitzschnell nach vorne, da müssen wir hellwach sein, wenn wir da etwas mitnehmen wollen, egal, ob das ein Punkt ist oder drei sind.“

In jedem Fall hat der FCM eine überragende Hinrunde gespielt mit nur zwei Niederlagen in den 17 Spielen ist er souveräner Tabellenzweiter hinter der Übermannschaft SV Straelen. „Ein Schiedsrichter hat neulich zu mir gesagt: ,Ihr führt die Oberliga an und Straelen seine eigene.’ Das passt“, findet Ruess und lacht. Nach der 2:3-Niederlage zum Hinrunden-Abschluss gegen Ratingen 04/19 gewann der FCM vergangene Woche klar 3:0 gegen den VfB Hilden. „Mit dem Sieg haben wir etwas Druck vom Kessel genommen, der aber von außen, nicht von uns,  aufgebaut worden war“, sagt Ruess. In einer Liga ohne Straelen wäre der FCM ein Titelkandidat, und auch wenn er deutlich über den eigenen Erwartungen liegt, betont Ruess: „Es ist ja nicht so, dass uns irgendwer die Punkte unter den Weihnachtsbaum gelegt hat. Wir spielen eine gute Runde.“

Die soll nun in Kleve einen guten Jahresabschluss finden. Neben Bald-Gastronom Aleksic fehlen Ruess allerdings auch Daud Gergery (muskuläre Probleme) und Philip Lehnert (Schulterverletzung).