Schülerteams bauen in Kamp-Lintfort intelligente Roboter

Technik in Kamp-Lintfort : Schülerteams bauen intelligente Roboter

Acht Schülerteams traten mit ihren selbstgebauten Robotern beim ZDI-Wettbewerb in den Räumen der Hochschule Rhein-Waal an. Teams aus Kleve und Rees waren erfolgreich.

Wie programmiert man einen Roboter? Genau um diese Frage ging es bei einer von der Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation“ (zdi) initiierten Veranstaltung am Mittwoch im Magazin-Gebäude der Hochschule Rhein-Waal. Unter dem Motto „Unsere digitale Welt“ präsentierten dort insgesamt acht Schüler-Teams von Kleve bis Köln – darunter auch eines aus Moers – ihre Lösungen in einem regionalen Wettbewerb. „Wir haben diesen Wettbewerb 2006 ins Leben gerufen, um mehr Mädchen für die digitale Technisierung zu interessieren“, erklärte zdi-Mitarbeiterin Ursula Ujma kurz vor Beginn der Veranstaltung um zehn Uhr.

Der Roboterwettbewerb für Schüler wurde 2006 von der Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation“ (zdi), mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schule und Politik zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses ins Leben gerufen.

„Das ist noch immer unser Anliegen, inzwischen dürfen in den teilnehmenden Teams aber auch eine kleine Anzahl Jungen sein. Die Teams selber können aus drei bis zehn Mitgliedern im Alter zwischen acht und 16 Jahren bestehen, wobei die Jungenquote nicht höher als 30 Prozent betragen sollte. “

Aufgabe der Teilnehmer ist es, selbst gebaute und programmierte „Lego Mindstorms“-Robotern dazu zu bringen, auf einem festgelegten Parcours eigenständig diverse Aufgaben, wie zum Beispiel den Transport kleinerer Gegenstände oder die Handhabung bestimmter Schaltungsvorgänge verrichten zu lassen. All das geschieht im Rahmen kleiner, von den Schülern ausgedachter Geschichten, die dann mit Hilfe selbst gebauter Kulissen, einem erzählerischen Kommentar und eventuell noch Musikuntermalung auf einem etwa zweimal zwei Meter großen Sensorteppich in Szene gesetzt werden.

Für Vivian Loska „eine total spannende Sache“. Die Zwölfjährige gehörte zu einem achtköpfigen, nur aus Mädchen bestehenden Team des Moerser Gymnasiums Rheinkamp. In dessen erdachter Geschichte stellte der Roboter eine Schülerin dar, die auf dem Weg zur Eisdiele durch ein Zeitportal kommt und dabei von der Muschel über Euromünzen bis hin zu digitalen Bitcoins immer wieder verschiedene Währungen parat haben musste, was jedoch bei der Kürze der Zeitsprünge nie klappte. „Wir wollten damit zeigen, dass die digitale Welt nicht nur Vorteile hat“, erklärte Vivian Loska. Zusammen mit ihren Kolleginnen tüftelte seit November einmal pro Woche neben der regulären Schulzeit an dem Projekt. „Das war eine Menge Arbeit, hat aber viel Spaß gemacht.“

Ähnlich fleißig hatten sich auch die Teilnehmer der Klever Gemeinschaftsgrundschule „An den Linden“ auf den Wettbewerb vorbereitet. Sie präsentierten eine komplett digital gesteuerte Stadt, in der zwei Roboter mit dem Aufbau eines digitalen Museum beschäftigt waren und erlangten den dritten Platz. Die Präsentationen endeten mit einer kleinen Siegerehrung. Bei den weiterführenden Schulen belegten „The Power-Girls“ von Gymnasium Rheinkamp den ersten Platz.

Details zum Wettbewerb unter:
www.zdi-roboterwettbewerb.de.

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