Volleyball: VC Ratheim mit Knallerspiel in der Oberliga zum Jahresende

Volleyball : VC Ratheim mit Knallerspiel zum Jahresende

Volleyball: Der Oberligist reist zum Tabellendritten nach Köln. Mit den Domstädtern hat Ratheim aus der vergangenen Saison eine Rechnung offen.

Verletzungen, Krankheiten, berufsbedingte Ausfälle, geringe Trainingsbeteiligung – das Jahr 2018 hat mächtig Kräfte und Nerven gekostet. Dennoch gilt für die Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim, noch mal die letzten Reserven zu mobilisieren, um sich eine gute Ausgangssituation für das neue Jahr zu verschaffen. Platz drei könnte den Ratheimern den Jahreswechsel und die kurze Winterpause versüßen, dafür muss aber heute ein Sieg im Verfolgerduell bei der Turnerschaft Köln her. Und das ist ganz sicher kein leichtes Unterfangen für den VC, der sich wohl noch immer nicht so ganz von der deftigen 0:3-Heimniederlage gegen den SV Bayer Wuppertal erholt hat. In den letzten zwölf Tagen war Wunden lecken angesagt, nun muss VC-Trainer Hans Steffens sein Team motivieren, wenn es gegen den Tabellendritten aus der Domstadt eine Siegchance haben will. „Die Tabellensituation an sich sollte schon für genügend Motivation sorgen“, sagt VC-Libero Markus Becker.

Zudem hat der Ligavierte aus der ehemaligen Zechenstadt noch eine Rechnung mit den Kölnern offen: In der vergangenen Saison verloren die Ratheimer nach mehr als zwei Stunden zähem Kampf das Rückspiel mit 2:3, wobei das Team der Turnerschaft nicht gerade einen besonders sympathischen Eindruck hinterlassen hat. „Deshalb, und wegen der schlechten Leistung im Spiel gegen Wuppertal, wollen wir die Partie unbedingt positiv gestalten“, sagt Becker, „schließlich geht es auch darum, sich zum Jahresabschluss bestmöglich in der Tabelle zu platzieren.“ Mit einem Sieg würde der VC an Köln vorbeiziehen und damit die gute Hinrunde aus der Vorsaison, als mit Rang zwei das beste Ergebnis der Oberliga-Geschichte des Vereins heraussprang, nahezu wiederholen.

Sorgen bereitet Trainer Hans Steffens allerdings weiterhin die Personalsituation: Zwar ist Außenangreifer Szymon Spandel wieder aus dem Heimaturlaub zurück und auch Zuspieler Marcel Steffens trotz großem Trainingsrückstand wieder einsatzbereit, dieses Mal wird aber Philipp Rumpf fehlen, der sich verletzungsbedingt schon in die Winterpause verabschiedet hat. Der Mannschaftskapitän ist nicht nur als Spieler enorm wichtig für das Team, sondern auch als Leader, so dass sein Ausfall schmerzen dürfte. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Mittelblocker Malte Kensey, der bisher auf eine verkorkste Spielzeit zurückblickt und noch nicht in Tritt gekommen ist. „Wenn nicht wie an den letzten Spieltagen wieder kurzfristig Ausfälle zu beklagen sind, dann sollte uns endlich mal mehr als ein Auswechselspieler zur Verfügung stehen“, hofft Becker.

Ob Wechselalternativen oder nicht, Fakt ist: Es muss eine Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Heimspiel des Jahres her. Der fast schon hilflos wirkende Auftritt gegen Wuppertal, bei dem der VC nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch fast alles vermissen ließ, muss den Ratheimern zur Motivation dienen, es heute besser machen zu wollen. „Es wird darum gehen, Sicherheit und Selbstvertrauen zu bekommen“, sagt Becker, „dann wird es nur noch eine Sache des Feintunings sein, den Kölnern Paroli zu bieten.“ Allerdings werden auch die Kölner alles daran setzen, zu gewinnen und einen Angriff auf den zweiten Tabellenplatz zu startet. Den hat momentan der Stadtrivale FC Junkersdorf II inne, dem man die Vormachtstellung in Köln gerne streitig machen würde. „KT ist für uns schlagbar“, weiß Becker, „aber die Tabellensituation und auch die Vergangenheit haben gezeigt, dass das kein einfaches Unterfangen ist.“ Punktgleich stehen beide Teams mit jeweils vier Siegen aus sieben Partien in der Tabelle direkt untereinander, wobei die Kölner als Tabellendritter genau zwei Sätze bisher mehr gewonnen haben als die Ratheimer auf Rang vier.

Die Tabelle birgt aber auch die Gefahr, dass der VC die gute Ausgangssituation vor Jahresende noch verspielt, denn bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg des starken Aufsteigers TSV Germania Windeck zu Hause gegen den TVA Hürth III, könnten die Ratheimer noch auf den fünften Tabellenplatz abrutschen. „Jetzt wird sich zeigen, wie gefestigt wir als Team sind“, vermutet Becker. Gespielt wird heute ab 17 Uhr in der Sporthalle des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums an der Severinstraße in Köln.