1. NRW
  2. Städte
  3. Kreis Heinsberg
  4. Sport Kreis Heinsberg und Erkelenz

VC Ratheim tritt längste Auswärtsfahrt zu Augstieger TSV Germania Windeck an

Volleyball : VC Ratheim steht vor Fahrt ins Ungewisse

Volleyball: Der Oberligist aus Ratheim gastiert beim TSV Germania Windeck, der seit September 2017 kein Heimspiel mehr verloren hat.

Es ist eine wirklich beeindruckende Serie, auf die der TSV Germania Windeck zurückblicken kann: Seit September 2017 haben die Volleyballer aus dem Osten des Rhein-Sieg-Kreises kein Heimspiel mehr verloren, was sicherlich mit ausschlaggebend dafür war, dass sie am Ende der Saison 2017/18 in die Oberliga aufgestiegen sind. Und auch in der neuen Umgebung hat die Serie noch Bestand: Zum Auftakt der Spielzeit sicherte sich Windeck gegen Fortuna Bonn einen 3:0-Erfolg, am vierten Spieltag ebenfalls ein 3:0 gegen SV Bayer Wuppertal.

Geht es nach den Volleyballern des VC Ratheim, soll diese Serie nun aber zu Ende gehen: „Wir fahren dort hin, um zu gewinnen“, gibt sich Markus Becker kämpferisch. Und davon rückt der Libero des VC auch nicht ab, obwohl die Voraussetzungen alles andere als gut sind: „Wir werden ohne Auswechselspieler anreisen.“ So werden die 150 Kilometer lange Anreise nur sieben Akteure aus Ratheim bestreiten, nicht an Bord sind der langzeitverletzte Zuspieler Marcel Steffens, die Außenangreifer Axel Borchwaldt, Szymon Spandel und Marc Lowis sowie Diagonalspieler Frederik Philippen, der in der Vorwoche ein Sieggarant beim 3:0-Heimerfolg gegen den SV Wipperfürth war. „Sicherlich hätten wir die gerne alle an Bord“, sagt Becker, „aber wir sind so gefestigt und motiviert, dass wir mittlerweile jeden Ausfall kompensieren können. Sorgen mache ich mir deshalb keine.“

Zumal mit dem Aufsteiger ein Team auf die Ratheimer wartet, das ganz schwer einzuschätzen ist, aber sicherlich nicht zu den Übermannschaften der Liga zählen sollte. Zwar liegt der heutige Gastgeber mit einem Punkt mehr auf dem Konto unmittelbar vor dem VC in der Tabelle auf Rang vier, aber die bisherigen drei Siege hat der TSV gegen den Letzten und Vorletzten sowie gegen den Tabellensechsten eingefahren. Gegen die beiden starken Teams aus Köln, die momentan auf Platz zwei und drei liegen, gab es hingegen Niederlagen. „Die Spielstärke der Windecker ist daher ganz schwer einzuordnen“, sagt Becker. Für Windeck ist die Marschroute allerdings klar: „Ein Sieg gegen Ratheim muss her“, ist auf der Facebook-Seite der TSV-Volleyballer zu lesen, „als Tabellenvierter müssen wir die direkt hinter uns platzierten Ratheimer auf Distanz halten und gleichzeitig den Anschluss nach oben halten.“

Aber auch der VC hat Blut geleckt: „Die beiden Siege in Folge haben Lust auf mehr gemacht“, sagt Becker, „und sie haben ganz klar gezeigt, dass wir mutig und clever genug spielen können, um auch bei einer nicht so hochklassigen Leistung Punkte einfahren zu können.“ Fakt ist auf jeden Fall: Für beide Mannschaften ist das Spiel richtungweisend, denn je nach Ausgang der anderen Partien des Spieltages ist theoretisch sogar der zweite Tabellenrang möglich. Ein zusätzlicher Anreiz, um die 150 Kilometer lange Anreise in Angriff zu nehmen, und der beeindruckenden Heimserie des TSV Germania Windeck ein Ende zu setzen.