Fußball : Beeck lockt mit familiärem Umfeld und Regionalliga-Perspektive

„Familie und Freunde gehen für mich über alles“, betont André Mandt, Winterzugang des Mittelrheinliga-Tabellenführers FC Wegberg-Beeck. Weil das so ist, sei für ihn im Januar auch schnell die Entscheidung pro Beeck gefallen: „Zum einen hatte ich mit Trainer Friedel Henßen ein sehr gutes Gespräch.

Zum anderen hat mir auch Enzo Wirtz zu diesem Wechsel geraten, sagte, dass Beeck ein total familiärer Verein sei, bei dem ich mich wohlfühlen werde.“ Mit dem Ex-Beecker Wirtz hatte Mandt in der Saison 2017/18 bei Regionalligist Wuppertaler SV zusammengespielt.

Der Regionalliga blieb der 25-Jährige auch danach treu, wechselte im Sommer 2018 zum SC Wiedenbrück. Dort passte es für ihn aber nicht so recht. Im Winter wurde der Vertrag beim SC aufgelöst. Mandt, geboren in Köln, zog daraufhin zurück zu den Eltern nach Wesseling.

Neben dem „weichen“ Faktor familiäres Umfeld habe für Beeck aber auch ein „hartes“ Argument gesprochen, räumt Mandt unumwunden ein. „Natürlich war für meine Entscheidung auch die Perspektive Regionalliga ausschlaggebend. Beeck hat immerhin schon acht Punkte Vorsprung auf den Zweiten, möchte zurück in die Regionalliga. Und genau da möchte ich auch wieder hin.“

Eine Aussage, die angesichts der Vita des zentralen Mittelfeldspielers, der auf der Sechs, Acht und Zehn spielen kann, nicht verwundert. Denn in der Jugend genoss Mandt eine erstklassige Ausbildung, spielte fast die komplette Jugend bei Bayer Leverkusen. In der damals dort noch existierenden U 23 startete er 2012 auch seine Seniorenlaufbahn in der Regionalliga. Im Januar 2014 wechselte er zum damaligen Drittligisten 1. FC Saarbrücken, kam dort in der Rückrunde auf zwölf Einsätze und ein Tor, konnte den Abstieg aber auch nicht verhindern. Mandt blieb noch zwei Jahre beim 1. FCS. Im Sommer 2016 wechselte er zu Regionalligist TSV Steinbach, im Sommer 2017 nach Wuppertal.

Mit 25 Jahren ist für ihn der Profitraum ausgeträumt. „Klar war das mal mein Ziel. Doch dafür muss man auch viel Glück haben, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein, den richtigen Trainer haben und muss frei von Verletzungen bleiben.“ Mandt ist nun dabei, sich neben dem Fußball ein zweites Standbein zu schaffen: Er studiert im dritten Semester Sportmanagement an der IST-Hochschule in Düsseldorf – ein Fernstudiengang. Dazu kann er eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen, ist gelernter Sportfitnesskaufmann. „Die Ausbildung hat mir damals Bayer angeboten und habe ich in Saarbrücken dann abgeschlossen. Wenn es geht, würde ich nach der aktiven Karriere aber gerne im Fußball bleiben. Einen Job als Scout oder in der Spielanalyse könnte ich mir vorstellen. Doch das ist noch vage Zukunftsmusik.“

Fußballerisch gilt seine gesamte Konzentration jetzt Beeck. „Den Aufstieg haben wir noch lange nicht in der Tasche. Doch ich möchte alles dafür tun, dass wir das schaffen.“ Dafür bringt er viel Übersicht, Ruhe am Ball, Blick für die Situation sowie gute Standards mit. Dazu möchte er in die Rolle eines Führungsspielers hineinwachsen. „Ich bin 25, werde daher auch mal den Mund aufmachen. Ich gehe gerne voran.“

Sein Vorbild in der Jugend war Arturo Vidal. Der Chilene kam 2007 zu Bayer. „Ich selbst spielte damals in der U 15, und da hat er auch mal bei uns mittrainiert. Seine Art hat mir damals sehr imponiert. Der ist da wirklich jedem Ball nachgegangen.“