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Kreispokal: Beeck gewinnt sein Achtelfinale in Dremmen 2:0

Kreispokal : Frühes und spätes Tor sichern Beecks Sieg

Spiel des Tages: Thomas Lambertz schießt Beeck in der 9. Minute in Front. Dann dauert es bis zur 80. Minute, ehe der FC das 2:0 erzielt.

Beim Betreten der Dremmener Rheinlandkampfbahn staunten nicht wenige Besucher: Der Rasen des TuS Rheinland präsentierte sich trotz der langanhaltenden Hitze sattgrün und bestens bespielbar. In so einer erstklassigen Verfassung war der Platz in den vergangenen 20 Jahren nicht – zumindest nicht bei einem Gastspiel des Mittelrheinligisten FC Wegberg-Beeck.

„Der Rasen ist in der Sommerpause komplett überarbeitet worden. Wir durften da selbst erst vergangene Woche wieder drauf, mussten vorher in Porselen trainieren – wenn nicht gerade eine Laufeinheit anstand“, erläuterte gut gelaunt Dremmens Routinier Marcel Holterbosch, der stramm auf die 37 zugeht, beim Bezirksligisten aber weiterhin unverzichtbarer Bestandteil des Teams ist.

Die guten Bedingungen kitzelten aus dem Favoriten freilich keine Glanzleistung heraus. Am Ende stand aber ein glanzloser und bis auf wenige Ausnahmen auch ungefährdeter 2:0-Arbeitssieg. Dabei ließ es sich für die Kleeblätter sehr gut an: Eine feine Kombination über Sascha Tobor und Christian Geiser vollendete Thomas Lambertz zum frühen 1:0 (9.). Auch danach bestimmte der Gast eindeutig die Partie. Die besten Chancen auf eine Resultatserhöhung hatte erneut Lambertz auf dem Fuß (27.+41.).

Chancen dieses Kalibers ergaben sich für den Gast auch in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit – mit demselben Ergebnis: Der Ball ging nicht ins Tor. Was sich in der 60. Minute hätte rächen können. Da tauchte TuS-Kapitän Sascha Schopphoven plötzlich frei vor FC-Keeper Niklas Aretz auf, versuchte es mit einem Lob. Der geriet freilich höchst suboptimal – Aretz fing den Ball so locker ab. Vielleicht hätte Schopphoven da aber auch besser auf seinen mitgelaufenen Sturmtank Sascha Hochgreef gepasst.

Trotz weiterhin klarer Feldüberlegenheit für Beeck blieb die Partie aber auch so spannend. Damit war es erst in der 80. Minute vorbei. Da drosch Sebastian Wilms, der zuvor schon mit einigen guten Standards aufgefallen war, den Ball von der Strafraumgrenze mit Schmackes ins Tor – da war TuS-Keeper André Bellanger wahrlich chancenlos. „Den hat Sebastian wirklich sehr kompromisslos reingenagelt“, merkte kundig Beecks Geschäftsführer Thomas Klingen an.

„Grundsätzlich hatten wir alles im Griff, und bis zur Pause hätten wir auch schon 3:0 führen müssen. Durch einige technische Unzulänglichkeiten haben wir uns dann völlig unnötig noch mal in Gefahr gebracht“, urteilte Beecks Coach Friedel Henßen. Der musste weiterhin auf den am Sprunggelenk verletzten neuen Offensivmann Sakae Iohara verzichten. Auch Zugang Nils Hühne, fest als Stammkraft in der Innenverteidigung vorgesehen, fehlte angeschlagen.

„Es war klar, dass wir generell nur einige Nadelstiche setzen konnten – und das ist uns doch auch gelungen. Wir haben Beeck ein wenig geärgert – und hatten dann ja sogar die große Chance zum Ausgleich. Schade, dass wir die nicht genutzt haben. Mit unserer Leistung können wir aber auf alle Fälle zufrieden sein“, merkte Dremmens Routinier Marcel Holterbosch nach der fairen Pokalpartie an.