KFC Uerdingen: KFC: Schützenfest unter Flutlicht

KFC Uerdingen : KFC: Schützenfest unter Flutlicht

Die Uerdinger gewannen am Freitagabend ihr Heimspiel gegen den SV Viktoria Goch mit 6:2 und verteidigten damit ihre Tabellenführung in der Fußball-Niederrheinliga. Vor 1700 Zuschauern erzielte Torjäger Jochen Höfler gleich drei Treffer. Bereits am Dienstag ist Wuppertal II zu Gast.

Im spannenden Kampf um den Aufstieg in die NRW-Liga setzte der KFC Uerdingen gestern Abend in seinem vorgezogenen Heimspiel der Niederrheinliga den Mitbewerber TuRU Düsseldorf vor dessen Spiel heute beim SV Hönnepel-Niedermörmter mit einer eindrucksvollen Leistung unter Druck und schickte die fast abgestiegene Viktoria aus Goch mit einer deftigen Packung auf die Heimreise. Unter dem Flutlicht der Grotenburg ragte Stürmer Jochen Höfler beim 6:2 (2:1)-Sieg mit drei Treffern heraus.

Frühe Führung

"Klar, wir gewinnen heute", sagte KFC-Boss Lakis kurz vor dem Anpfiff. Seine Mannschaft nahm ihn gleich beim Wort. Nicht mal 120 Sekunden waren gespielt, da lupfte Erhan Albayrak an der Strafraumgrenze das Leder in den Lauf von Saban Ferati, der aus 12 Metern mit einem strammen Linksschuss ins lange untere Eck traf. Damit war das Ziel der Gocher, so lange wie möglich ohne Gegentreffer zu bleiben, durchkreuzt.

Die Uerdinger versuchten fortan mit Geduld und schnellen Kombinationen die zwei Viererketten der Gäste zu sprengen. Das gelang in der 15. Minute, weil Verteidiger Weniger im Zweikampf mit Albayrak ausrutschte. Der Kapitän lief alleine in den Strafraum und bediente uneigennützig den aufgerückten Jochen Höfler, der ungehindert aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöhte. Da die Gocher überaus harmlos blieben und erstmals in der 26. Minuten im KFC-Hoheitsgebiet auftauchten, wurde auf den Rängen eigentlich nur noch über die Höhe des Sieges diskutiert.

Derweil vergab Albayrak die frühe Vorentscheidung. Erst brachte er das Kunststück fertig, den Ball aus drei Metern neben den langen Pfosten zu setzen (20.). Eine Minute vor der Pause scheiterte er im Fünfmeterraum am Gocher Torwart Poli Minas. Wie einer der Blitze, die beim einsetzenden Gewitter über der Grotenburg zuckten, war kurz zuvor der Gocher Anschlusstreffer gefallen. Nach einem Fehler von Tekkan an der Mittellinie, schickte Dehnen den eingewechselten Wetzels auf die Reise, der alleine auf Tim Weichelt zulief und über den Uerdinger Keeper in die Maschen traf.

Durch dieses Missgeschick ließen sich die Uerdinger nicht aus der Ruhe bringen und setzten die Gocher nach der Pause sofort wieder unter Druck. Der Lohn war Feratis zweiter Treffer, der von der linken Seite in die Mitte lief und den Ball aus 17 Metern mit einem tollen Schuss versenkte (58.). Dann leistete sich Albayrak sein zweites Kunststück, als er nach einem Höfler-Schuss den Abpraller aus fünf Metern neben das Tor setzte (61.). Zwei Minuten später ließ der Kapitän das schon wieder vergessen und bediente Höfler vorzüglich. Der Torjäger schoss am kurzen Pfosten zunächst Torwart Minas an, doch den Nachschuss setzte er zum 4:1 in die Maschen.

Jetzt durften die KFC-Fans auf ein Schützenfest hoffen. Und tatsächlich erhöhte Höfler nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Cosgun auf 5:1. Da tat es auch nicht mehr weh, dass sich Torwart Weichelt und Kosi Saka bei einer langen Freistoßflanke im Fünfmeterraum behinderten und den Ball dabei ins eigene Tor beförderten (76.). Den Schlusspunkt setzten die Hausherren, als Cosgun das halbe Dutzend voll machte.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Grotenburg: Das ist die Heimat des KFC

(RP)
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