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Marc Blondin (CDU) wirft SPD-Ratsherrn Hans Butzen Niedertracht vor

Politik in Krefeld : Marc Blondin (CDU) wirft SPD-Ratsherrn Hans Butzen Niedertracht vor

Nach Äußerungen des SPD-Politikers Hans Butzen über die CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Kerstin Jensen gibt die CDU-Parteiführung eine Art Ehrenerklärung ab und erklärt den SPD-Mann zur Persona non grata.

Der SPD-Ratsherr Hans Butzen ist der personifizierte Grund für das Misstrauen der CDU in eine vertrauensvolle Kooperation mit der SPD.  So drückte es der  CDU-Kreisvositzende und Landtagsabgeordnete Marc Blondin in einer Replik auf Butzens Äußerungen in Richtung der CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Kerstin Jensen aus. Blondin hat Butzens Äußerungen am Montag scharf kritisiert. „Was als vermeintliche Sorge darüber daherkommt, dass Kerstin Jensen durch ihr Wahlergebnis als Mensch Schaden genommen haben könnte, ist in Wahrheit an Niedertracht kaum zu übertreffen“, so Blondin. „Unsere Kandidatin hat mitnichten Schaden genommen, sondern sie hat einen hervorragenden Wahlkampf geführt, ist mit deutlichem Abstand in die Stichwahl gekommen, ist am Bismarckplatz direkt zur Ratsfrau gewählt worden und wird nun weitere Aufgaben an der Spitze unserer Stadt übernehmen. Kerstin Jensen als eine Art ‚bedauernswertes Geschöpf‘ darzustellen, das von finsteren Kräften ins Feuer geschickt wurde, ist ebenso lächerlich wie erbärmlich“.

Angesichts solcher Äußerungen sei es „kein Wunder, dass man aus SPD-Kreisen vernimmt, dass viele Sozialdemokraten die nächste Ratsperiode gerne ohne Hans Butzen bestritten hätten“. Blondin weiter: „Ich kann für die CDU sagen, dass wir uns auf die Mitarbeit von Kerstin Jensen an führender Stelle sehr freuen. Sie ist sachorientiert, eine pragmatische Arbeiterin, die einen wohltuenden Gegenakzent zur grassierenden Schwadroniererei à la Hans Butzen setzt, und zugleich ein empathischer Mensch, der sich unglaublich gut in andere einfühlen kann“.

Marc Blondin betonte, „bei solchen Kommentaren wie jenen von Hans Butzen“ sei es „kein Wunder, dass wir keine Grundlage für eine vertrauensgeleitete Kooperation mit der SPD mehr sehen“.

Butzen wies die Kritik in einem ihm wichtigen Punkt zurück: Er habe nicht Jensen angreifen oder kritisieren oder herabwürdigen, sondern lediglich die CDU-Spitze dafür kritisieren wollen, dass sie Jensen in ein Rennen geschickt und sie dann alleingelassen habe.