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Makus Schön soll der Politik im März Fragen zum Hülser Bad beantworten.

Schwimmen in Krefeld : Verwaltungschefs sollen Situation ums Hülser Bad erläutern

Ein Antrag der CDU in der Hülser Bezirksvertretung wurde nicht behandelt. Dafür lud die Vertretung Markus Schön oder Oliver Klostermann zur nächsten Sitzung ein.

Das Hülser Bad bleibt ein Thema, das die Bezirksvertretung des Stadtteils beschäftigt. Bei der aktuellen Sitzung am Dienstagabend reichte daher die CDU-Fraktionen einen Antrag ein, in dem gefordert wurde, verschiedene Fragen an die Verwaltung zu richten. Dazu gehörten solche nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie, dem bestehenden Planrecht oder einem Zeitplan, wann das Bad wieder geöffnet werden solle.

„Der Antrag wurde nicht näher behandelt, da wir bereits vorgesehen hatten, zur nächsten Sitzung im März den Beigeordneten Markus Schön oder vertretungsweise Oliver Klostermann einzuladen. Dann können alle Fragen direkt gestellt werden“, sagt Bezirksvorsteher Hans Butzen. Mit diesem Vorgehen waren alle Fraktionen inklusive der CDU einverstanden. Auch deshalb war es eine selten harmonische Sitzung, die bereits um kurz nach 18 Uhr endete. „Ich freue mich über die große Harmonie an diesem Tag. Es war sehr wohltuend“, befindet Butzen, wohl wissend, dass gerade in Hüls zwar aufgrund der Sitzverteilung meist Beschlüsse problemlos möglich sind, diese aber oft mit ausufernden Diskussionen verbunden sind.

Den größten Teil der Sitzung nahm die Diskussion der Verkehrssituation im Vorort ein. So hatte die Bezirksvertretung die Verwaltung beauftragt, eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf der Tönisberger Straße auf 30 Stundenkilometer, sowie einen Fußgängerüberweg vor dem Seniorenheim zu prüfen. „Beide Vorschläge wurden mit dem Hinweis abgelehnt, dass es sich um eine Vorbehaltsstraße handele. Das erachten wir aber als Unsinn, denn auch die Krefelder und die Schulstraße sind Vorbehaltsstraßen. Beide haben Tempo 30. Darum ist hier für uns das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagt der Bezirksvorsteher.

Darüber hinaus forderten die Bezirksvertreter einstimmig ein Gesamt-Verkehrskonzept von der Verwaltung. „Dies insbesondere in Hinblick auf die Schulen in Hüls. Besonders die Robert-Jungk-Gesamtschule wird, wenn der neue Oberstufenbau fertig ist, wohl viel Verkehr durch die Oberstufenschüler bekommen. Bereits jetzt gab es einen Unfall an der Ecke Reepenweg und Leidener Straße. Hier halten wir zum Beispiel ein Stop-Schild für richtig“, erklärt Butzen. Wichtig sei aber, ein Gesamtkonzept für den Stadtteil zu entwickeln, um Gefahren zu minimieren und Maßnahmen aufeinander abzustimmen.

Einigkeit herrschte unter den Fraktionen auch bei der Verteilung der Bezirksbezogenen Mittel. Diese gehen an unterschiedliche Projekte wie einen Defibrilator, einen Bus für die Pfadfinder oder ein Kochprojekt am Umweltzentrum.