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Krefeld: Verwaltung startet neue Digitalisierungsoffensive

Krefeld bündelt elektronische Dienstleistungen : Stadtverwaltung startet neue Digitalisierungsoffensive

Bis Ende 2022 soll es relevante Dienstleistungen und Formulare im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten online geben. Für die Mitarbeiter und die Bürger werden sich Abläufe ändern.

Die Digitalisierung der Stadtverwaltung Krefeld hat seit Beginn dieses Jahres sowohl zum Nutzen für Bürger und Unternehmerschaft wie auch in der internen Vorgangsbearbeitung „nochmals“ Fahrt aufgenommen. So sieht es zumindest die Rathausspitze. Zur Förderung des Prozesses hatte der Verwaltungsvorstand im Dezember 2020 unter Federführung der Beigeordneten Cigdem Bern die Digitalisierungsstrategie „Verwaltung@Krefeld.Digital“ entworfen und die internen Strukturen neu geordnet. Als Teil dieser neuen Digitalisierungsstruktur steuert seitdem eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Dezernates für Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales das Thema „Smart Government“ und stellt darüber hinaus auch eine enge Verzahnung mit der Entwicklung Krefelds zur Smart City sicher.

Neben der Erweiterung des digitalen Dienstleistungs- und Kommunikationsangebots spielt dabei die digitale Unterstützung der Arbeitsabläufe von der Antragstellung bis zur Entscheidung eine wichtige Rolle. Bis Ende 2022 sollen alle relevanten Dienstleistungen und Formulare der Stadtverwaltung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten online angeboten werden. Seit dem vergangenen Herbst bündelt die Verwaltung hierfür ihre elektronischen Dienstleistungen in einem städtischen Serviceportal. Aktuell werden hierüber bereits rund 400 Dienstleistungen nach Lebenslagen geordnet angeboten. Für rund 170 Leistungen sind elektronische Formularassistenten hinterlegt, die die Nutzenden durch den Antrag führen und mit Hilfetexten unterstützen. Die städtischen Formularassistenten werden automatisch bei Aufruf in die Sprache des Betriebssystems übersetzt, mit dem sie angesteuert werden, so dass auch Menschen mit anderem Sprachhintergrund diese nutzen können.

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Anfang 2021 wurde die elektronische Rechnungsbearbeitung für die ersten Verwaltungsbereiche eingeführt. Neben der Übersendung von elektronischen Rechnungen an die zentrale städtische E-Mail-Adresse rechnung@krefeld.de ist die Annahme vollelektronischer Rechnungen über das Landesportal möglich. Bei rund 60.000 zu bearbeitenden Rechnungen jährlich erreicht die Stadtverwaltung Krefeld hiermit nicht nur eine beschleunigte Zahlungsabwicklung, sondern leistet mit einem vollständig papierlosen Prozess auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das Angebot für elektronische Zahlmöglichkeiten wird kontinuierlich ausgebaut. Nachdem die Mediothek zwischenzeitlich unterschiedliche Zahlungswege anbietet, soll zeitnah eine Anbindung der Online Angebote der Bürgerservices an die elektronischen Zahlsysteme erfolgen. Die Möglichkeit zur Online-Terminvereinbarung wird aktuell ausgebaut. Pandemiebedingte Schwerpunkte waren zunächst die besonders besucherintensiven Bereiche Pass- und Meldeangelegenheiten, Straßenverkehr, die kommunale Ausländerbehörde sowie das Corona-Diagnosezentrum.

Es ist vorgesehen, auch nach Ende der Pandemiesituation zur Verringerung von Wartezeiten und für verbesserten Bürgerservice die Online-Terminvereinbarung beizubehalten und in allen Bereichen der Stadtverwaltung anzubieten. Das Wirtschaftsserviceportal des Landes Nordrhein-Westfalen ist bereits seit dem 1. Juli 2018 in Betrieb und wird auch für die Stadt Krefeld rege genutzt. Der Anstieg der Gewerbemeldungen über dieses Portal zeigt eine positive Entwicklung, deren Zahl vom stadteigenen Unternehmensportal auf der Homepage noch übertroffen wird. Hier werden Informationen rund um den Wirtschaftsstandort, Ansprechpersonen und unternehmensbezogene Verwaltungsdienstleistungen sowie Online-Services angeboten. Gab es 2018 erst eine einzige Online-Meldung über das Wirtschaftsserviceportal, stieg der Zuspruch alleine im ersten Halbjahr 2021 auf 427 Meldungen. Die direkten Anmeldungen über das städtische Formularangebot stiegen von 445 Meldungen im Jahr 2019 auf insgesamt 700 Meldungen in 2020. Diese Entwicklung setzt sich in 2021 mit 889 Meldungen im 1. Halbjahr fort, so dass bereits jetzt die Zahlen aus dem Vorjahr übertroffen wurden.