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Krefeld: Senior im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben

Aktuell 78 Infizierte in Krefeld : Senior im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben

Die Stadtverwaltung meldet 28. Todesfall mit Corona in Krefeld. Ein Friseurbetrieb in der Innenstadt muss 2000 Euro Buße wegen „gravierender Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung“ zahlen.

Es gibt einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona in Krefeld: Eine Person im Alter von über 70 Jahren mit Vorerkrankungen ist im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – es ist der 28. Todesfall seit Beginn der Epidemie. Wie die Verwaltung weiter mitteilt, hat der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) in einem Friseursalon in der Innenstadt „gravierende Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung“ festgestellt. Ein Mitarbeiter trug keine Mund-Nasen-Bedeckung, auch die vorgeschriebene Liste mit Kundenkontakten fehlte. Den Betreiber erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 2000 Euro.

Mit 150 Euro Bußgeld müssen drei Personen rechnen, die an der Haltestelle Viktoriastraße ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen wurden. Die Ordnungskräfte kontrollierten auch bei den Demonstrationen für und gegen die Corona-Regeln am Montagabend in der Innenstadt. Dort wurden bei den Teilnehmern beider Seiten keine Verstöße festgestellt. Die Verwaltung vermeldet drei weitere Corona-Infektionen in Krefeld. Bis dato haben sich exakt 1000 Personen mit dem Virus angesteckt. 78 von ihnen sind aktuell infiziert, 894 gelten als genesen. Das Robert-Koch-Institut gibt den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 14,5 an. Zwei Infizierte werden aktuell aufgrund von Corona-Symptomen im Krankenhaus behandelt, keiner davon auf der Intensivstation. Es wurden 16.356 Erstabstriche genommen, 4.237 Mal war eine Quarantäne erforderlich oder wurde angeraten.

Wegen der Corona-Pandemie raten Experten in diesem Jahr besonders zur Grippeimpfung, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden. In der ausgesprochen heftigen Saison 2017/18 starben nach RKI-Angaben in Deutschland etwa 25.000 Menschen an einer Influenza.

Fast jeder zweite Erwachsene, der zu einer Risikogruppe gehört (45 Prozent), will sich einer Umfrage zufolge nicht gegen Grippe impfen lassen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit Verweis eine repräsentative Umfrage mit. „Dabei ist die Impfung sicher und gut verträglich“, sagte Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands. „Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere vor Ansteckung.“