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Korschenbroich: Die Aktive steht nicht für Ratsmehrheiten zur Verfügung

Korschenbroicher Wählergemeinschaft : Die Aktive ist gegen Alternativ-Mehrheiten

Über nur noch zwei Sitze verfügt die Wählergemeinschaft im neuen Stadtrat. Dass die beiden Mandatsträger in den kommenden Jahren in der Oppositionsrolle sein werden, steht für den Fraktionschef außer Zweifel.

Ein Monat ist seit der Kommunalwahl vergangen. Einige Zeit, um Wunden zu lecken. Und die gab es bei Die Aktive zur Genüge. Für 5,6 Prozent und zwei Ratssitze reichte es nur, 2014 war die Wählergemeinschaft noch auf 12,5 Prozent und fünf Mandate gekommen.

„Zufrieden sind wir natürlich nicht“, sagt der Fraktionsvorsitzende Hanns-Lothar Endell. „Uns hat im Wahlkampf das Feuer gefehlt.“ Zudem habe das trockene Wetter der vergangenen Jahre dazu beigetragen, dass das klassische Aktive-Thema „Grundwasser“ in diesem Wahlkampf nicht so verfing.

Auf die Enttäuschung folgten bei der Wählergemeinschaft ruhige Wochen. Als fünftstärkste Kraft spielt Die Aktive bei der Suche nach Ratsmehrheiten keine Rolle. Lediglich bei einem Bündnis der Vielen ohne die CDU wäre sie gebraucht worden. „Das ist für uns aber auch kein Thema, eine solche Kooperation würden wir nicht wollen“, sagt Endell.

Ein Anliegen will Endell bis zur konstituierenden Sitzung des Rates allerdings noch durchbringen. „Wir möchten gerne auch unsere sachkundigen Bürger in die Ausschüsse schicken dürfen“, sagt Endell. Angesichts der nur noch zweiköpfigen Ratsfraktion sei das wichtig, um die übrigen Mitglieder besser in die Arbeit einbinden zu können.

Programmatisch will Die Aktive zunächst auf gewohnte Themen setzen. „Die nächsten eineinhalb Jahre wird das Grundwasser das beherrschende Thema für uns bleiben“, sagt Endell angesichts der anstehenden Verlängerung der Kappungsmaßnahme. Wenn dann die Verträge „hoffentlich“ weiterlaufen, will sich Die Aktive besonders der Haushaltspolitik verstärkt widmen.