Von Köln bis Neuss: 15-Jähriger rast mit Opas Auto über die A57

Von Köln bis Neuss : 15-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei in Opas Auto

Spritztour mit Großvaters Auto: Ein 15-Jähriger ist in der Nacht zu Montag etwa 30 Kilometer über die Autobahn von Köln bis nach Neuss gerast. Die Polizei konnte ihn irgendwann stoppen.

In der Nacht auf Montag hat die Kölner Polizei die nächtliche Spritztour eines 15-Jährigen mit dem Seat Ibiza seines Großvaters im Autobahndreieck Neuss-Süd beendet. Sein Auto kann der 69-Jährige nun bei einem Abschleppunternehmen abholen. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Gegen 0.30 Uhr fiel der Seat einer Streifenwagenbesatzung auf, als er an der Kreuzung Äußere Kanalstraße/Ossendorferstraße in Köln über eine rote Ampel fuhr. Der Fahrer des Autos missachtete daraufhin jegliche Anhaltezeichen der Polizisten und passierte drei weitere Ampeln bei „rot“, bevor er an der Anschlussstelle Bickendorf auf die A57 abbog.

Mit Geschwindigkeiten von etwa 130 Kilometer pro Stunde ging die Fahrt in Richtung Neuss weiter. Eine Streifenbesatzung folgte dem Wagen, dessen Fahrer andere Autos sowohl rechts als auch links überholte, mit Abstand und forderte kurzerhand Unterstützung an. Vor dem Autobahndreieck Neuss-Süd setzten sich dann zwei Streifenwagen vor den Seat und konnten das weiße Fahrzeug auf diese Weise langsam herunter bremsen.

Zur Überraschung der Polizisten saß ein offensichtlich Minderjähriger am Steuer, der sich zudem weigerte, die zuvor verriegelte Tür zu öffnen. Zu guter Letzt zog der junge Mann dann auch noch ein Einhandmesser. Die Polizisten schlugen daraufhin das vordere Beifahrerfenster ein, forderten den 15-Jährigen auf, das Messer fallen zu lassen, auszusteigen und sich auf den Boden zu legen. Dem kam der Junge nach. Der Großvater, von dem sich der 15-Jährige das Auto zu nachtschlafender Zeit „geliehen“ hatte, konnte seinen Enkel wenig später auf einer Polizei-Wache abholen.

Je nach Laune des Großvaters kommt auf den Jungen noch mehr Ärger zu, als er rein rechtlich für das Fahren ohne Fahrerlaubnis und diverse Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten zu erwarten hat. Die A57 musste von der Polizei zwischenzeitlich voll gesperrt werden. Insgesamt waren zehn Streifenwagen an diesem nicht alltäglichen Einsatz beteiligt.

(siev/jasi)
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