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Reitsport: Goldenes Reitabzeichen für Lukas Wilmsen-Himmes

Reitsport : Goldenes Reitabzeichen für Lukas Wilmsen-Himmes

In einer emotionalen Feierstunde wurde dem Kranenburger Springreiter ob seiner Erfolge in der schweren Klasse geehrt.

Es sind die zählbaren Ergebnisse, die auf den unterschiedlichsten Turnierplätzen erbracht werden müssen, ehe man das „Goldene“ überreicht bekommen kann. Denn anders als bei allen anderen Reitabzeichen kann das „Goldene“ nicht durch eine Prüfung, sondern nur durch sportliche Erfolge erzielt werden. Einer, der diese zählbaren Ergebnisse nunmehr vorweisen kann, ist der Kranenburger Springreiter Lukas Wilmsen-Himmes, dem das Goldene Reitabzeichen im Rahmen des kürzlich ausgerichteten Sommerturniers des RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel verliehen wurde. Aus der Hand von Markus Schneppenheim, in Vertretung des Pferdesportverbandes Rheinland, wurde dem sympathischen Springreiter aus der Kranichgemeinde die hohe Auszeichnung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) verliehen, dem mindestens zehn Siege in Springen der schweren Klasse vorausgegangen waren.

Doch bevor Schneppenheim das „Goldene“ überreichen konnte, gab es eine äußerst gelungene, teilweise mit Videoeinspielern untermalte und teils emotionale Rückschau auf den Werdegang des zu ehrenden Springreiters, in die zahlreiche Erinnerungen eingeflossen waren. Eigentlich wollte der damals sechsjährige Lukas Fußballer werden, doch wurde ein seinerzeit im Fernsehen übertragenes Springreiten offensichtlich zu einem Schlüsselerlebnis. Das wollte er auch machen. Auf seinem ersten Pony Moritz lernte er dabei den Reitboden allerdings vermehrt am „Geschmack“ kennen, wobei er die erste Reithose in der Farbe „Lila“ ebenso von seiner Schwester Eva trug wie deren viel zu großen Reitstiefel.

Lukas kämpfte sich bis in den Bundeskader der Ponyspringreiter vor, dem auch Vereinskollegin Katrin Eckermann angehörte. Zu seinen größten Erfolgen gehörten unter anderem die Bronzemedaille bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften der Ponyreiter in Aachen, sowie der Sieg im Nationenpreis. Sein Erfolgspony Mira sowie Turnierstarts beim Preis der Besten reihten sich gleichfalls zu den zahlreichen Stationen auf der reiterlichen Erfolgsleiter ein.

Nach dem Umsatteln aufs Großpferd nahm seine reiterliche Karriere im Gocher Springstall Spitzbergen bei seinem noch heutigen Mentor August Lamers weiter an Fahrt auf, der ihn noch heute auf die zahlreichen Turnierplätze begleitet. Dabei bedarf es keiner vielen Worte zwischen den Beiden, die sich blind verstehen. Ihm, seinem heutigen Trainer im Springreiten, dem Landestrainer Adolf Vogt, der ihn damals in der Dressur unterrichtete, Dörte Tönnissen (Schulte-Geldermann) und vor allem seinen Eltern dankte Lukas Wilmsen-Himmes.