Fußball: Abstiegskandidat SV Hö.-Nie. verliert weiter.

Fußball : Beste Saisonleistung ohne Lohn

Fußball-Landesliga: SV Scherpenberg – SV Hö.-Nie. 3:1 / Sonntag kommt Tabellenführer.

Trotz couragierter Leistung kehrte die Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter am Mittwoch ohne Punkte aus Moers zurück. Hö.-Nie.-Trainer Thomas von Kuczkowski sprach von der wohl besten Saisonleistung, die er bisher von seiner Mannschaft gesehen hat – allein die nötige Durchschlagskraft in der Offensive habe gegen einen effizienten SV Scherpenberg noch gefehlt.

Hö.-Nie. zeigte auf dem Moerser Ascheplatz von Beginn an eine hohe Laufbereitschaft und ließ sich auch durch die frühe Verletzung von Außenverteidiger Marvin Hitzek, der in der 18. Minute ausgewechselt werden musste, nicht irritieren. Scherpenberg kam erst kurz vor der Pause in eine Drangphase, die dann aber auch gleich zum 1:0 für die Hausherren führte: Nach einer abgewehrten Ecke der Moerser flog der Ball zu Almir Sogolj (44.), der das Spielgerät gekonnt annahm und in die Maschen des Hö.-Nie.-Tores schoss.

„Wir sind dann motiviert aus der Pause gekommen und waren drauf und dran, das 1:1 zu machen“, sagt Thomas von Kuczkowski. Edin Husic per Kopf, Jonas Vengels per Fernschuss und Can Yilmaz fehlte jedoch im Abschluss die nötige Portion Glück. Obwohl die Hausherren im zweiten Durchgang mitunter mächtig unter Druck gerieten, konnten sie die Führung dann aber in der 80. Spielminute ausbauen: Nach einer Ecke der Bullen leitete Scherpenbergs Bougdj einen schnellen Konter ein, den Maximilian Stellmach (80.) mit dem 2:0 abschloss.

Hö.-Nie. gab nicht auf und suchte den Anschlusstreffer, fing sich dann aber in der Nachspielzeit das 0:3: El Houcine Bougdj (90.+1) schoss einen abgeblockten Ball über Torwart Dominik Weigl hinweg ins Hö.-Nie.-Tor. Zwar schaffte Hönnepels kurz darauf noch das 1:3 durch Can Yilmaz (90.+3), was eindeutig zu spät kam.

„Jede Niederlage reißt mir ein Stück raus, aber wenn ich so verliere wie am Mittwoch, dann kann ich damit noch am besten umgehen“, so von Kuczkowski. Seine komplette Mannschaft habe sich trotz Niederlage Bestnoten verdient, „aber wenn ich einen Spieler hervorheben will, dann Kevin Katendi, der auf der Sechs gespielt hat. Ein Holländer auf Asche, das ist wie ein Tennisspieler mit Boxhandschuhen“, so der Hö.-Nie.-Coach. Erhobenen Hauptes könne seine Mannschaft nun in das bevorstehende Sonntagsspiel gehen, wenngleich der Gegner „außerhalb der Liga“ spiele: Zu Gast ist um 15 Uhr der Ligaprimus FC Kray.

SV Hö.-Nie.: Weigl – Nguanguata, Schütze, Vogel, Hitzek (18. Vengels), Tenbruck (60. Plum), Katendi, Husic, Hermsen, Celik (82. Bilali), Yilmaz