2. Tag des Marktes in Kleve

Marktplatz Linde : Tanz und Theater auf dem Markt

Am Samstag, 18. Mai, ist der zweite „Tag des Marktes“. Von 8 bis 13 Uhr präsentieren Künstler und Vereine auf dem Platz an der Linde in Kleve ein buntes Kulturprogramm. Lebensmittel aller Art gibt es natürlich auch.

Der Wochenmarkt an der Linde hat es schwer. Für die Beschicker lohnt es sich immer weniger, ihren Stand dort aufzuschlagen. Viele Klever wollen lieber lange schlafen oder ihre Lebensmittel im Supermarkt kaufen. Deswegen haben die Händler in Kooperation mit der Stadt Kleve und der Wirtschaft & Tourismus GmbH im vergangenen Jahr den „Tag des Marktes“ ins Leben gerufen. Am Samstag, 18. Mai, geht die Veranstaltung in die zweite Runde. Von 8 bis 13 Uhr gibt es – zusätzlich zum normalen Marktangebot – ein buntes kulturelles Programm.

„Wir möchten den Aktionstag nutzen, um den Menschen die Bedeutung des Wochenmarktes bewusst zu machen“, sagt Nils Roth, der die Veranstaltung ins Leben gerufen hat und auch selbst regelmäßig mit einem Kaffeestand auf dem Markt an der Linde vertreten ist. Auch die Klever Bürgermeisterin Sonja freut sich schon auf kommenden Samstag. „Die Veranstaltung war schon im vergangenen Jahr ein voller Erfolg. Am 18. Mai, gibt es noch mehr Stände“, sagt Northing. Ziel sei es, den Markt zu dem zu machen, was er früher einmal gewesen sei, ein Ort der Begegnung mit einem lebendigen Treiben.

Genau das soll sich an dem Samstag auch wieder entwickeln. Zum regulären Angebot des Wochenmarktes mit Obst, Gemüse, Fisch, Käse, Fleisch, Blumen und Bio-Produkten kommen einige Gasthändler hinzu. So bietet Bea Wiederhold ihren aus Treibholz gestalteten Schmuck an. Künstler Manfred Knupp präsentiert seine Werke. Andrea Korte ist mit ihrer Buchbinderei zu Gast. Gewürze und italienische Spezialitäten ergänzen das Angebot. Marco Janßen verkauft selbst produzierten Honig und Barbara Pauls bietet einen Teil ihres Sortiments aus dem „Gasthaus“ an. Zusätzlich präsentieren sich einige Klever Vereine den Marktbesuchern. So sind der Klevische Verein, Mifgash, die Essbare Stadt und Fairetrade mit Infoständen vertreten.

Bürgermeisterin Sonja Northing begrüßt die Besucher um 10 Uhr mit einer kurzen Ansprache. Es folgen Darbietungen verschiedener Künstler und Gruppen. Zum bunten kulturellen Programm tragen Thomas Geiselbrecht mit seiner Gitarre, der VHS-Chor, Thomas Brückner mit Volkstanz, Mifgash mit Weltmusik, das Theater im Fluss sowie Sport- und Tanzgruppen bei.

Bürgermeisterin Northing wünscht sich, dass der „Tag des Marktes“ dazu beiträgt, das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung regionaler Produkte zu schärfen. „Es ist wichtig, dass wir mehr direkt vor Ort und frische, regionale, wertige Waren einkaufen und nicht nur billig“, sagt sie. Niels Roth ergänzt, dass er auch den direkt Kontakt zu den Menschen auf dem Marktplatz schätzt. „Das bleibt im Geschäft doch oft auf der Strecke. Markt ist für mich wie eine Zeitung: man erfährt etwas“, sagt Roth. Für ihn geht es auch darum, dem Markt im Gespräch zu halten. „Sonst werden wir Stück für Stück sterben“, ist der Marktbeschicker überzeugt.

Auch Ordnungsamtsleiter Ralph van Hoof ist ein Fan des Klever Wochenmarkts. Die Vorschrift, dass der markt nur bis 13 Uhr geöffnet haben dürfe, könne man auch ändern. Auch sei ein anderer Ort als die „Linde“ denkbar. Entsprechende Anregungen müssten aber von den Händlern kommen.

Sonja Northing berichtete davon, dass die Stadt ein Gutachten zur Verkehrsführung rund um die „Linde“ in Auftrag gegeben habe. „Das wollen wir erst abwarten“, sagt sie. Sie könne sich auch einen Freitagsabendmarkt ab 16 Uhr vorstellen. „Dafür werden wir Arbeitsgruppen einrichten“, so Northing. Jetzt freue sich die Bürgermeisterin aber erstmal auf den zweiten „Tag des Marktes“ am 18. Mai.

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