Kamp-Lintfort: Dreimal Theater im Schatten des Klosters

Kamp-Lintfort: Dreimal Theater im Schatten des Klosters

"Erlebnis, Freude und Genuss": Der Vorverkauf für das beliebte Kamper Freilufttheater hat begonnen.

"Erlebnis, Freude und Genuss", unter diesem Motto dürfen sich die Freunde des Kamper Freilufttheaters dank der großzügigen Spenden von 20 örtlichen Geschäftsleuten in diesem Jahr wieder auf einen tollen Bühnensommer im Schatten des Kamper Klosters freuen. An drei Abenden sorgen mit der "Burghofbühne Dinslaken", dem Essener "Theater Freudenhaus" und dem "N.N. Theater" aus Köln drei verschiedene Theaterensembles für "Erlebnis" und "Freude", und für den "Genuss" werden mit einem kleinen, feinen Speisen- und Weinangebot das Kamp-Lintforter "Wellings Parkhotel" und die örtliche Brauerei "Geilings Bräu" zuständig sein.

Den Anfang der Kamper Freiluftinszenierungen macht am Freitag, 13. Juli, die "Burghofbühne Dinslaken" mit einer Theaterfassung der kultigen "Känguru-Chroniken" des Berliner Autors, Poetry-Slammers und Liedermachers Marc-Uwe Kling. Als er um 13 Uhr mittags noch im Schlafanzug über das Leben nachsinnt, steht plötzlich ein Känguru vor seiner Tür, das eigentlich nur ein paar Eier für ein Omelett braucht, dann aber kurzerhand gleich ganz bei ihm einzieht. Ab nun sinnen beide gemeinsam über das Leben nach und diskutieren zwischendurch in ihrer Lieblingskneipe um die Ecke "bissig, liebevoll ironisch, witzig und pointiert" über alles, was derzeit unseren sozialen und politischen Alltag ausmacht.

Die zweite Aufführung findet einen Tag später, am 14 Juli statt. Da lässt das Essener "Theater Freudenhaus" sein Publikum in dem Stück "Voll verstopft" gut zwei Stunden lang an der sanitären Katastrophe einer durch eine verstopfte Toilette verursachten Wohnungsüberschwemmung der Familie Huschke teilhaben. Eine wahrscheinlich nicht nur für schadenfrohe Zeitgenossen amüsante "Eskalation von Umständen und Gefühlen", bei der alles schiefgeht, was nur irgendwie schiefgehen kann.

Am 13. Juli in Kamp zu erleben: die "Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling mit der Burghofbühne Dinslaken. Foto: Büttner (archiv)

In der dritten und letzten Kamper Freiluftaufführung dieses Sommers begibt sich das Kölner "N.N Theater" am 22. Juli unter dem Titel "Ich fürchte nichts" auf "Spurensuche nach dem berühmten Reformator und Urvater des evangelischen Glaubens" Martin Luther. Das hört sich zunächst nach einem eher ernsten Thema an, doch wer die Kölner Truppe kennt, darf erwarten, dass sie - wie bei den meisten ihrer bisher gezeigten Stücke - daraus wieder eine gelungene "Mixtur aus Slapstick, Humor, Tragik und viel Musik" gemacht hat.

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Alle drei Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr. Einlass ist um 19 Uhr. Davor können die Besucher jedoch schon ab 18 Uhr unter eigens dafür aufgestellten Pagodenzelten mit einander ins Gespräch kommen und die angebotenen kulinarischen Genüsse ausprobieren. Darüber hinaus gibt es in der Mitte der Vorstellungen immer eine 30-minütige, so genannte "Genusspause" und am Ende die Möglichkeit zu einem abschließenden entspannten Ausklingen bis 23 Uhr.

Wichtig zu wissen ist, dass weder die Bühne noch die Sitztribüne überdacht sind, und alle Vorführungen auch bei Regen stattfinden, es sei denn, es gießt so schlimm, dass die Schauspieler davon schwimmen. Für weniger heftige Regengüsse gibt es an der Kasse passende Plastikponchos. Wird ein Stück dennoch aus Witterungsgründen abgebrochen, besteht, wenn davor schon 30 Minuten gespielt worden ist, kein Anspruch auf Ersatz des Eintrittsgeldes. Das beträgt pro Vorführung im Vorverkauf 17,75 und an der Abendkasse 19 Euro.

Kamp-Lintforter Vorverkaufsstellen sind das Artz-Reisebüro, die Buchhandlung am Rathaus und der Juwelier Hüls. Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt Kamp-Lintfort, Telefon 02842 912290.

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