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Barocke Musik zum Advent in der Paterskirche in Kempen

Konzert in Kempens Paterskirche : Ein Genuss, die Soli zu hören

Stehender Applaus gab es für den Chorgesang und die Darbietungen der Instrumetalisten beim Adventskonzert in der Paterskirche. Vor allem das Barocke wurde beim Konzert unter der Leitung von Christoph Scholz betont.

Mit der Paterskirche hatten sich die Krefelder Musikerinnen und Musiker einen sehr passenden Rahmen für ihr Adventskonzert mit Musik des 17. Jahrhunderts ausgesucht. Unter der Leitung von Christoph Scholz, dem Kantor aus Krefeld-Oppum, boten die von ihm gegründeten Ensembles, das Forum vocale Krefeld und die Capella 94, adventliche Musik aus der Zeit des Barocks. Den Part an der König-Orgel hatte in Vertretung für Ute Gremmel-Geuchen der Hülser Kantor Heinz-Peter Kortmann übernommen.

Die drei Musikerinnen der Capella 94 mit ihren historischen Streichinstrumenten und Scholz an der Truhenorgel leiten die Kantate „Kommst du, Licht der Heiden“ von Dietrich Buxtehude (1637-1707) ein. Von den neun Mitgliedern des Chores beginnen zwei Sängerinnen solistisch die erste Strophe als ein Duett, bevor das gesamte Forum vocale zum Einsatz kommt.

Von der Orgelempore erklingt anschließend die Choralfantasie „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Nikolaus Bruhns (1655-1697). Bei diesem Stück sowie den weiteren Soli im Laufe des Konzerts scheint Kortmann sichtlich Freude daran zu haben, dem Publikum das ganze Spektrum der barocken König-Orgel vorzustellen. Den einzelnen Sätzen der verschiedenen Werke von Buxtehude und Heinrich Scheidemann (1596-1663) gibt er unterschiedliche Nuancen bis hin zu Charakteren, indem er die Palette an Klangfarben des historischen Instruments präsentiert.

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Abwechslungsreich gestaltet Scholz die barocken Adventskantaten durch die Besetzung der jeweiligen Strophen. Es ist ein Genuss, die Solopartien der Chorsängerinnen zu hören.

Bei der Kantate „Nichts soll uns scheiden“ von Buxtehude kann man sich freuen, dass der Komponist den Text „Nichts soll uns scheiden von der Liebe Gottes“ als Refrain mehrfach eingesetzt hat. Wunderbar nuanciert interpretiert das Forum vocale das sich wiederholende „Nichts“ um dann einschmeichelnd „die Liebe Gottes“ in Töne umzusetzen.

Im abschließenden „Magnificat“ eines unbekannten Komponisten erhält das sehr akzentuiert vorgetragene Loblied noch einen feinen tänzerischen Duktus – ein feines Frohlocken entlockt der Chorleiter hier seinem Ensemble. Mit einem langen und auch stehenden Applaus verabschiedet das Publikum die Musikerinnen und Musiker aus Krefeld.