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Kaarst: Gesamtschule: Stadt informiert

Kaarst : Gesamtschule: Stadt informiert

Am 14. November wollen Verwaltung und Bezirksregierung Lehrer und Eltern der Haupt- und Realschule darüber informieren, was die Gründung einer Gesamtschule am Schulstandort Büttgen für sie bedeutet.

Für die Lehrer der Gemeinschaftshauptschule Kaarst-Büttgen und der Elisabeth-Selbert-Realschule geht es um die Frage, wie das gehen kann: Zwei Schulen nach einer möglichen Gesamtschulgründung beim "Sterben" zu begleiten, ohne dass am Ende irgendwer oder irgendetwas leidet.

Und für Eltern und Schüler ist wichtig, dass das funktioniert. Am 14. November wollen Verwaltung und Bezirksregierung über die Gesamtschulgründung am Schulstandort Büttgen informieren. Am selben Tag stellt sich auch ein von der Bezirksregierung bestimmtes dreiköpfiges Anmeldeteam vor.

In diesem sollen — soviel ist bekannt — soll sowohl die Haupt-, als auch die Realschule mit einer Person vertreten sein. "Dass für die neue Gesamtschule keine kommissarische Schulleitung bestellt wird, ist eine Überraschung", sagt Schuldezernent Heinz Dieter Vogt. Für die Bewerber bedeutet ein Team im Zweifel mehr Möglichkeiten — Möglichkeiten im Sinne von maximaler Auswahlkompetenz. Immerhin soll die Gesamtschule künftig Schüler unterschiedlicher Leistungsstärken aufnehmen. Der "Fahrplan" zu Kaarsts neuer Schulform ist eng getaktet.

"Das Anmeldeverfahren", sagt Vogt, "startet am 2. Februar — an einem Samstag, unmittelbar nach der Zeugnisausgabe an den Kaarster Grundschulen." Die Zusagen sollen bis zum 13. Februar zugehen — vorausgesetzt, die Voraussetzungen für die Gründung liegen bis dahin vor. "Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die nötigen 100 Anmeldungen nicht zusammenkommen, bliebe den Bewerbern noch ausreichend Zeit, anderswo unterzukommen." Kommen die 100 Anmeldungen zusammen, ist das Ende von Haupt- und Realschule in Büttgen besiegelt.

Das heißt: Für das Schuljahr 2013/2014 würden keine neuen Klassen mehr gebildet, die vorhandenen schrittweise abgebaut. Spätestens mit dem Ausscheiden des letzten eingeschulten Jahrgangs, also der fünften Klasse im aktuellen Schuljahr 2012/2013, wäre endgültig Schluss. Für die Schulleitungen ist so eine Situation eine organisatorische Herausforderung. "Es müssen Abstimmungen bei den Stundenplänen und bei der Raumbelegung getroffen werden", sagt Realschulleiter Daniel Wienold. "Außerdem müssen alle Fächer angeboten und unterrichtet werden, obwohl es ja laufend weniger Schüler und damit auch weniger Lehrer gibt." Auch darum soll es bei der Infoveranstaltung am 14. November gehen.

(NGZ/rl)