Konrad-Duden-Realschule in Wesel: Bezirksregierung will Ausnahme nicht verlängern

Konrad-Duden-Realschule in Wesel : Bezirksregierung will Ausnahme nicht verlängern

Es ist eine herbe Schlappe für das Linksbündnis und die Weseler Schulverwaltung: Die Bezirksregierung wird die Ausnahmegenehmigung für den Bildungsgang Hauptschule an der Konrad-Duden-Realschule nach einer Übergangsphase von zwei Jahren nicht verlängern.

Das hat die Behörde gestern auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt. In der Konsequenz bedeutet dies, dass die 23 abgelehnten Schüler, die nach Beschluss des Linksbündnisses an der Realschule unterrichtet werden sollen, dort nach der Klasse sechs nicht bleiben können, sofern sie dort nicht Realschulniveau erreichen. Mit Verweis auf die Ausnahmegenehmigung nach Paragraf 132c, die Option einer Beschulung auf Hauptschulniveau an der Realschule, hatte aber die Politik ihren umstrittenen Beschluss vom Donnerstagabend begründet.

Dezernent Rainer Benien war sich der Tatsache, dass die Ausnahmegenehmigung für die 23 Schüler nicht mehr gilt, nicht bewusst. Erst eine Journalistinnenanfrage verwies ihn auf diesen Umstand. Benien erklärte danach, dass die Verwaltung eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung beantragen wolle.

Mit der neuen Stellungnahme der Bezirksregierung ist diese Hoffnung zunichte gemacht. Die Behörde teilte mit, dass die Einrichtung eines Bildungsgangs der Hauptschule an der Realschule gemäß Paragraf 132c Schulgesetz für jene Schüler genehmigt wird, die sich im Schuljahr 2017/18 und im Schuljahr 2018/19 in der Jahrgangsstufe sechs der Konrad-Duden-Realschule befinden und das Ziel der Erprobungsstufe nicht erreichen.

"Für Schüler, die später das Ende der Erprobungsstufe erreichen, ist der Schulträger durch unser Haus aufgefordert worden, durch Regelinstrumente der Schulentwicklungsplanung Schulplätze einzurichten", heißt es. Konkret will das Linksbündnis eine Gesamtschule gründen. Die Bezirksregierung will dafür Schülerzahlen sehen. Nach dem Schulgesetz ist dafür eine Mindestgröße von vier Zügen à 25 Schüler nötig.

(sep)
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