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Kaarst: Bildungszentrum geht pünktlich an den Start

Kaarst : Bildungszentrum geht pünktlich an den Start

Der Kita-Bau an der Lichtenvoorder Straße steht. Bei der konzeptionellen Gestaltung sollen auch Eltern und Kinder mitreden.

Es ist "das" städtische Vorzeige-Projekt im Bereich "Leben und Lernen". Jetzt nimmt das Frühkindliche Bildungszentrum an der Lichtenvoorder Straße in Büttgen, bestehend aus Grundschule ("Budica") und Kindertageseinrichtung (bislang Kölner Straße), endgültig Form an — von außen und von innen, wobei "außen" das Bauliche und "innen" zudem auch das Organisatorische, Konzeptionelle meint. Am Montag wurde der Kita-Neubau von der Bauaufsicht abgenommen, berichtete der Technische Beigeordnete Manfred Meuter am Dienstag im Bau- und Umweltausschuss. Am kommenden Montag, also mit Beginn der Sommerferien, wird mit den Straßenbaumaßnahmen zur Schaffung von Personal- und Besucherparkplätzen begonnen.

Läuft alles nach Plan, und danach sieht es derzeit aus, kann das Jugendamt am 1. August einziehen und das Regiment übernehmen. Dann bleibt noch ein Monat Zeit, um die Räume zu gestalten. "Am 1. September", sagt Meuter, "ist Betriebsbeginn." Und diesem sehen alle — Eltern, Lehrer, Erzieher, Politiker wie auch die Verwaltung — mit Spannung entgegen. Denn: Das Frühkindliche Bildungszentrum Kaarst-Büttgen soll ein Ort sein, an dem Eltern ihren Nachwuchs vom Kleinkindalter bis zur letzten Grundschulklasse besonders gut aufgehoben sehen.

Das Land NRW fördert die inhaltliche Entwicklung als Modellprojekt. Außerdem wird der Aufbau von der Fachhochschule Düsseldorf wissenschaftlich begleitet. Tatsächlich ist das Bildungszentrum kein einzelnes Gebäude, sondern vielmehr eine Institution, bei der die Grundschule "Budica" und ihre Offene Ganztagsbetreuung mit der städtischen Kindertagesstätte Büttgen und dem katholischen Familienzentrum St. Aldegundis unter einem Dach zusammenarbeiten. Das Bildungskonzept wird nicht verordnet, sondern von den beteiligten Fachleuten zusammen mit Eltern und Kindern vor Ort erarbeitet.

Derzeit werden alle Eltern der Kindertageseinrichtungen und Grundschule im Rahmen von Elterninformationsabenden informiert. Vom 16. bis zum 30. September sollen zudem 45 Studenten der Fachhochschule eine Online-Befragung zur konzeptionellen Entwicklung der konkreten Kooperationsprojekte abwickeln. Die Auswertung der Befragung wird in anonymisierter Form dargestellt. Und auch die Kinder werden mit einbezogen. Der Bereich Jugend und Familie entwickelt gerade gemeinsam mit den beteiligten Bildungsinstitutionen ein Beteiligungsverfahren.

"Nach heutigem Stand gehen wir davon aus, dass wir Anfang 2014 die wesentlichen Schritte abgeschlossen haben werden", heißt es in einer Sitzungsvorlage der Verwaltung zum Jugendhilfeausschuss. "Das Folgejahr dient in erster Linie der Festigung und Stabilisierung der gemeinsamen Arbeit."

(NGZ)