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Mönchengladbach: Stadt erlässt Kita-Beiträge für den Monat Mai

Entlastung für Eltern in Mönchengladbach : Stadt erlässt die Kita-Beiträge für den Monat Mai

Der Rat hatte bereits in der vergangenen Woche per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen, die Eltern in der aktuellen Situation zu unterstützen. Das Geld wird zurückgezahlt.

Wegen der reduzierten Betreuungszeit in den Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflege und den Offenen Ganztagsschulen hat die Stadt entschieden, für Mai auf die Elternbeiträge für die Betreuung sowie auf das Entgelt für die Mittagsverpflegung in den städtischen Kindertageseinrichtungen zu verzichten. Das teilte die städtische Pressestelle am Montag mit.

Schon am 22. April hatte die Landesregierung einen möglichen Verzicht auf Elternbeiträge angekündigt. Bisher habe sich das Land aber nicht mit den kommunalen Spitzenverbänden über eine Aufteilung der Einnahmeausfälle einigen können, heißt es aus dem Rathaus.

Dennoch hat der Rat in der vergangenen Woche per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen, die Eltern in der aktuellen Situation bereits jetzt zu unterstützen und die Beiträge für den Monat Mai 2021 zu erlassen. Die Eltern seien darüber bereits schriftlich informiert worden.

Eltern, die den Beitrag für Mai bereits manuell oder per Dauerauftrag überwiesen haben, wird der Betrag durch die Stadtkasse unaufgefordert erstattet. Eltern, die der Stadt eine Einzugsermächtigung erteilt haben, wurde der Betrag für Mai erst gar nicht abgebucht.

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Ob es über den Monat Mai hinaus weitere Beitragserstattungen geben wird, stehe derzeit noch nicht fest, so die Pressestelle. Die Stadtverwaltung bittet deshalb darum, von Nachfragen über darüber hinaus gehende Erstattungen abzusehen. Alle Eltern würden umgehend informiert, sobald dazu ein entsprechender Erlass der Landesregierung Nordrhein-Westfalen vorliegt.

Schon im vergangenen Jahr waren Eltern die Kita-Beiträge in den Monaten April, Mai, Juni und Juli ganz beziehungsweise teilweise erlassen worden, um Familien in der Corona-Krise zu entlasten. Das gleich gilt für den Monat Februar. Nach einer Abfrage des Jugendamtes bei den Kindertagesstätten lag die Auslastung dort zu Beginn des Jahres bei 30 bis 35 Prozent. Damit folgten rund zwei Drittel der Eltern dem Appell des Landes, ihre Kinder wenn möglich selbst zu betreuen. Mittlerweile sind aber wieder bis zu 50 Prozent der Kinder in den Kitas und der Kindertagespflege.

Insgesamt gibt es in der Stadt rund 9000 Kindergarten-Kinder. Sie alle und die Betreuungskräfte werden zweimal wöchentlich in den Einrichtungen auf Corona getestet. Dafür wird der sogenannte Lolli-Test eingesetzt, bei dem die Kinder etwa 30 Sekunden an einem Stäbchen lutschen. In den ersten fünf Wochen nach der Einführung der neuen Testmethode konnten 33 infizierte Kinder identifiziert werden.

(RP)