Die Stadt Jüchen beschwert sich über drei Wahlbeobachter von der AfD

Europawahl in Jüchen : Konflikte mit drei Wahlbeobachtern von der AfD

Drei Jüchener AfD-Mitglieder haben sich als Wahlbeobachter eingefunden. Sie werfen der Stadt Unregelmäßigkeiten bei der Wahl vor. Für den Bürgermeister ist ein solches Auftreten ein Novum gewesen, wie er sagt. Sie hätten gestört und ihre Befugnisse überschritten.

Unregelmäßigkeiten bei der Europawahl wirft der Jüchener Axel Krause jetzt der Stadt vor. Er hatte sich nach eigenen Angaben am Sonntag gemeinsam mit zwei weiteren AfD-Mitgliedern als Wahlbeobachter in Garzweiler, Otzenrath und in zwei Wahllokalen in Hochneukirch eingefunden. Dabei seien er und seine Kollegen vor allem im Wahllokal in der Gesamtschule in Hochneukirch an ihren Beobachtungen gehindert worden. Außerdem habe er Unregelmäßigkeiten bei Wahlaufzeichnungen festgestellt: Das reklamiert Axel Krause nun in einem fünfseitigen Schreiben an den Bürgermeister, das er nach eigenen Angaben als Beschwerde auch an den Kreis- und den Landeswahlleiter geschickt habe.

Für Bürgermeister Harald Zillikens ist das Auftreten der drei AfD-Wahlbeobachter auf diese Weise ein Novum gewesen, wie er sagt. Sie hätten gestört und ihre Befugnisse überschritten. Es habe noch am Wahlabend Beschwerden von erfahrenen Wahlhelfern gegeben, weil sie sich von den AfD-Mitgliedern massiv unter Druck gesetzt gefühlt hätten. „Ich widerspreche vehement den Darstellungen in dem Schreiben des Herrn Krause und habe das meinerseits auch bereits dem Kreis- und dem Landeswahlleiter mitgeteilt“, sagt Zillikens. Das Verhalten von Axel Krause und seiner Begleiter werde Konsequenzen haben, kündigt der Bürgermeister an. Der Betroffene ist sich indes keines Fehlverhaltens bewusst. Im Gegenteil: Er sei als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sehr darauf bedacht, legal zu handeln, sagt er und kündigt an, bei der Kommunalwahl 2020 „definitiv wieder als Wahlbeobachter“ auftreten zu wollen.

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