Jüchen bewirbt sich als fahrradfreundliche Stadt

Bewerbung um Titel : Jüchen soll fahrradfreundliche Stadt werden

Aus der „Sommersause“ wird im Juli das erste „Stadtfest“. Und Jüchen bewirbt sich um die Auszeichnung als fahrradfreundliche Stadt. Die Wirtschaftsförderung bereitet aktuell den Antrag dazu vor.

Unter neuem Namen wird jetzt die ehemalige „Sommersause“ in Jüchen fortgesetzt: „Stadtfest“, nennt sich ab sofort die sommerliche Veranstaltung, die zugleich auch den dritten und abschließenden Teil der Events zur Stadtwerdung nach der großen Silvesterparty und dem Empfang für die NRW-Heimatministerin und weitere Prominente darstellen wird. Zum sommerlichen Mitfeiern sind alle Jüchener in die Innenstadt für den 7. Juli eingeladen.

Und parallel dazu gibt es auch wieder einen Grillwettbewerb, wie der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Schröder jetzt im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss ankündigte. Die Resonanz bei den potenziellen Ausstellern für das Stadtfest sei schon groß: „Unsere Veranstaltung spricht sich immer mehr herum“, freut sich Schröder. So sollen sich wieder heimische Gewerbetreibende ebenso wie auswärtige Standbeschicker mit ihren Angeboten auf dem Fest präsentieren, das zudem mit einem Bühnenprogramm begleitet werden soll.

In Vergessenheit scheint indes das Projekt eines Festes unter dem Titel „Jüchen goes retro“ geraten zu sein, das eigentlich für diesen Sommer geplant war. Eine Gruppe von Studenten hatte für ihre Semesterarbeit ein Konzept für ein Stadtfest im Stile der 1970er Jahre entwickelt und war dabei von der vormaligen Wirtschaftsförderin Annika Schmitz begleitet worden, die aber mittlerweile zur Stadt Wassenberg gewechselt hat.

Noch vor dem Stadtfest hofft Bürgermeister Harald Zillikens auf gutes Wetter. Denn er hat seinen Bürgerempfang auf den 14. Juni datiert und möchte dazu möglichst in den Innenhof von Haus Katz einladen.

Laut Schröder bemüht sich die Stadt Jüchen aktuell auch um das Label einer fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt und schließe sich damit auch den Bestrebungen des örtlichen ADFC an. Allerdings sei das Antragsverfahren sehr komplex. Er hoffe aber, dass er bis zur zweiten Jahreshälfte alle notwendigen Bescheinigungen für den Antrag vorliegen haben werde.

Das Thema Fahrradfahren stand auch bei der „Sommersause“ 2018 im Mittelpunkt, allzumal der Niederrheinische Radwandertag parallel gestartet wurde. Und die Preisverleihung für das Stadtradeln war in die Veranstaltung eingebettet.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat indes alle Kommunen im Rhein-Kreis-Neuss ermuntert, sich als fahrradfreundliche Stadt deklarieren und sozusagen auszeichnen zu lassen. Dazu müssen aber bestimmte Bedingungen erfüllt werden, wie ein „durchgängiges, großzügiges, intuitiv verständliches Radverkehrsnetz quer durch die ganze Stadt”, wie es der ADFC beschreibt. Seit dem Jahr 2017 haben Neuss, Dormagen und Rommerskirchen die Auszeichnung bereits erhalten. Ebenfalls seit 2017 wird an fünf Standorten im Kreis die Zahl der Radfahrer mit Induktionsschleifen ermittelt. Eine Messschleife gibt es auch zwischen Schloss Dyck und dem Nikolauskloster.

Mehr von RP ONLINE