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Schützenfest im Zentrum der Stadt: Jüchens Schützen feiern mit König Ralph

Schützenfest im Zentrum der Stadt : Jüchens Schützen feiern mit König Ralph

Das Fest im Zentrum der Stadt verzeichnet einen enormen Andrang. Das Regiment ist noch größer geworden.

Beim Bürgerschützen- und Heimatverein ist die Welt zurzeit so richtig in Ordnung: Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist die Wetterprognose positiv, was sich bis jetzt zum Glück auch bestätigte. Das sorgt für enormen Andrang: Bereits am Samstagabend drohte das Festzelt, aber auch der Kirmesplatz aus allen Nähten zu platzen. Präsident Thomas Lindgens freut sich außerdem darüber, dass die Zahl der aktiven Schützen durch die Gründung von drei neuen Zügen von rund 500 auf jetzt 550 gestiegen ist.

Allerdings hat der Jägerzug „Heimattreu“ angekündigt, nach 70 Jahren zum letzten Mal mitzumarschieren. Als Zeichen der Anerkennung durften die verdienten Schützen jetzt auf der Bühne Platz nehmen – in Augenhöhe mit dem Königshaus. König Ralph Brenneke hat seinen Entschluss nie bereut, den Vogel von der Stange zu holen. Weil kein anderer Bewerber zur Verfügung stand, wollte er unbedingt vermeiden, dass in Jüchen ohne Schützenkönig gefeiert wird. Seine Ehefrau und Königin Conny zu überreden, war eine der leichtesten Übungen gewesen, schließlich stammt sie aus einer alten Jüchener Schützenfamilie.

Unterstützt wird das Königspaar durch den Adjutanten Kurt Leines und die Minister Klaus Nix, Peter Schiffer, Michael Weyers und Klaus Wawer, der am Samstag seinen 61. Geburtstag feierte. Er war es auch, der akribisch die Pläne für die Königsburg mit den vier bis zu 4,25 Meter hohen Türmen gezeichnet hatte und dann auch für die Umsetzung zuständig war.

Die Residenz an der Wilhelmstraße 17 war außer am Samstag immer das Ziel derjenigen Schützen, die noch keine Lust hatten, nach Hause zu gehen, wenn das Zelt nachts geschlossen wurde. „Die Schützen kommen, um bei mir in der Residenz ihr Dienstabschlussbier zu trinken“, freute sich der König, der aus Bedburg stammt aber bereits seit 1990 in Jüchen lebt, rund 150 Meter vom Schützenplatz entfernt. Der Bürgerschützen- und Heimatverein Jüchen hatte jetzt etwas Neues gewagt: „Wir stellen nun zum ersten Mal selber die Technik“, sagte Thomas Lindgens. Zu diesem Zweck war eigens eine Technikgruppe gegründet worden. Mit für den guten Sound verantwortlich war Pfarrer Ulrich Clancett, dem diese neue Herausforderung sichtlich Spaß machte. Und was man gern macht, macht man ja bekanntlich auch gut – davon konnten sich die Zeltbesucher überzeugen.

Was auffiel, waren die vielen jungen Leute im Zelt und auf dem Platz, egal, ob in Zivil oder in Schützen-Uniform. Das veranlasste Thomas Lindgens zu einer optimistischen Prognose: „Um die Zukunft des Schützenwesens in Jüchen mache ich mir keine Sorgen.“

Wie es weitergeht: Am Montag findet um 15.30 Uhr der Klompenzug statt, um 17 Uhr folgt dann der Klompenball, bei dem DJ Domic für Stimmung sorgt. Am Dienstag steht um 18.15 Uhr der Historische Festzug auf dem Programm, es folgt um 20 Uhr der Krönungsball mit der Band Sound Convoy.