SPD Hilden nominiert Birgit Alkenings als Bürgermeister-Kandidatin 2020

Hilden : SPD Hilden nominiert Birgit Alkenings

Die amtierende Verwaltungschefin soll auch 2020 als Bürgermeister-Kandidatin der SPD zur Wahl antreten. Mit 38 von 50 Stimmen blieb die Zustimmung deutlich hinter dem Wert von 2013 (65 von 66 Stimmen) zurück.

Nachdem Birgit Alkenings bereits im Vorfeld öffentlich ihre Bereitschaft für eine erneute Kandidatur zur Bürgermeisterin geäußert hatte, wurde sie am Wochenende nun auch offiziell, bei der Jahresmitgliedsversammlung der Hildener Sozialdemokraten, als SPD-Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl 2020 nominiert. So überzeugend wie bei ihrer Nominierung 2013, als sie 65 von 66 Fürstimmen erhielt, fiel die Wahl diesmal aber nicht aus: Bei 50 stimmberechtigten Mitgliedern wählten 38 Sozialdemokraten Alkenings für eine erneute Kandidatur, während sich sieben Parteigenossen enthielten und vier gar dagegen stimmten.

Parteivorsitzender Torsten Brehmer und Fraktionsvorsitzende Anabela Pires Barata sprachen sich vor der geheimen Wahl für Alkenings aus: „Für uns ist wichtig“, sagte Brehmer beispielsweise, „dass derjenige, der vorne steht, klare Ziele und Vorstellungen hat, wie eine Stadt auch durch Krisen zu führen ist.“ In der Flüchtlingskrise habe die amtierende Stadtchefin ein „hervorragendes“ Krisenmanagement bewiesen und trotz Haushaltssperren sei es Alkenings gelungen, die Stadt liebens- und lebenswert zu organisieren, „auch ohne sie kaputt zu sparen“. Pires Barata lobte Alkenings hingegen für ihre klare politische Haltung und nahm dabei Bezug auf die Rechten-Demo der vergangenen Woche in der Kreisstadt Mettmann. „Mit unserer Bürgermeisterin wäre so etwas nicht passiert, weil sie eine politische Haltung hat und sich nicht hinter Paragrafen verschanzt.“ Zudem sei die Bürgermeisterin sehr gut vernetzt, pragmatisch und bürgernah. „Sie kennt die Befindlichkeiten der Bürger, weil sie vor Ort ist.“ Sie gestalte die Kommunalpolitik und verwalte sie nicht nur. „Mit der Nominierung Birgits geben wir ein starkes sozialdemokratisches Signal – Sie ist die richtige Frau auf dem richtigen Platz.“

Alkenings bedankte sich bei ihrer Ansprache für die lobenden Worte und nutzte die Gelegenheit, um sich bei ihrer Partei für die geleistete Unterstützung im Rat zu bedanken und ihre Arbeit der vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen. Es sei nicht leicht, die Partei des Bürgermeisters zu sein, vor allem, wenn die Fraktion keine Mehrheit im Rat habe. Als Bürgermeisterin aber sei sie dem Wohl aller Bürger verpflichtet und müsse daher zwischen dem Willen der SPD und der anderen Parteien Kompromisse schließen. Das sei in der Vergangenheit gelungen. Sie führte den Meinungswandel im Rat an, der nun geschlossen davon überzeugt ist, dass Hilden preisgünstigen Wohnraum braucht. Der Schulentwicklungsplan habe viele Diskussionen im Rat ausgelöst, doch auch er sei wichtig, um die Schullandschaft in Zukunft sinnvoll – auch in finanzieller Hinsicht – zu gestalten. Alkenings will sich, bei einer erneuten Wahl als Stadtchefin weiter dafür einsetzen, das Ehrenamt in Hilden zu stärken und mit vielen kleinen Schritten weiterzugehen, „um auf dem langen Weg unsere Ziele zu erreichen.“

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