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Hildener Seniorin wird Opfer des Enkeltricks

Aus dem Polizeibericht : Hildener Seniorin wird Opfer des Enkeltricks

Eine 80-jährige Hildenerin hat eine hohe Summe Bargeld an unbekannte Betrüger verloren. Sie wurde am Donnerstag Opfer des so genannten Enkeltricks. Die Polizei warnt aus diesem Anlass vor dieser Betrugsmasche.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, läutete Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr das Telefon der Hildenerin. Als die Seniorin abhob, meldete sich eine Frau, die sich als ihre Tochter ausgab. Durch geschickte Gesprächsführung erschlich sich die Unbekannte das Vertrauen der 80-Jährigen und brachte sie dazu, zu ihrer Bank zu gehen und dort eine hohe Summe Bargeld abzuheben.

Kurz nachdem die Hildenerin von der Bank nach Hause zurückgekehrt war, klingelte ein Mann an der Tür der Seniorin. Dieser gab sich als von der Tochter beauftragter Mitarbeiter des Gerichts aus, der das Geld für die Tochter in Empfang nehmen sollte, da diese gerade terminlich verhindert sei. So übergab die 80-Jährige dem Fremden das Geld.

Als sich dann am Abend die echte Tochter bei der 80-Jährigen meldete, flog der Schwindel auf und die beiden brachten den Trickbetrug zur Anzeige. Zu dem Abholer liegt die folgende Personenbeschreibung vor: männlich, circa 1,70 bis 1,75 Meter groß, normale Statur,rundes Gesicht, mittelbraune Haare, kein Bart, trug eine Brille und einen flachen Hut.

Die Ermittler fragen: Wer hat am Donnerstag - möglicherweise auch schon in den Vortagen - verdächtige Beobachtungen im Bereich Hilden-Nord gemacht oder kennt jemanden, auf den die Beschreibung des Abholers passt? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Hilden jederzeit unter der Rufnummer 02103 898-6410 entgegen.

Diesen Vorfall nimmt die Polizei noch einmal zum Anlass, um eindringlich vor der Masche der Trickbetrüger zu warnen, die sich am Telefon als vermeintliche Angehörige meist hochbetagter Bürgerinnen und Bürger ausgeben. Beim so genannten „Enkeltrick" benutzen die kriminellen Anrufer variierende Legenden und Maschen für ihre Betrugshandlungen. Mal melden sie sich am Telefon als vermeintliche Familienangehörige, Freunde oder Bekannte der Angerufenen und täuschen analog zum sogenannten „Enkeltrick" eine akute, meist finanzielle Notlage vor, aus denen die Angerufenen durch Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen möglichst schnell heraushelfen sollen.

In allen Fällen haben es die betrügerischen Anrufer gezielt auf die Finanzen und Wertgegenstände der Angerufenen abgesehen. Sobald sich Angerufene zur Hilfe für den „notleidenden Angehörigen" bereit erklären, wird ein Bote angekündigt, der sich nur wenig später persönlich meldet, dabei oft mit einem am Telefon zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld oder andere Werte der betrogenen Opfer abholt.

Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann kreisweit erneut folgende Hinweise und Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug:

- Seien Sie am Telefon aufmerksam und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

- Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!

- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie nicht zweifelsfrei als solche erkennen.

- Legen Sie sofort auf, wenn Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, zum Beispiel ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.

- Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n), Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei eigenveranlassten Gesprächen üblicherweise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal.