1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

Hilden/Haan: Mehr Menschen arbeitslos, aber „erste positive Signale“

Hilden/Haan : Mehr Menschen arbeitslos, aber „erste positive Signale“

Trotz steigender Arbeitslosenzahlen schaut der Chef der Arbeitsagentur zuversichtlich auf die kommenden Monate: „In diesem Februar ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Mettmann leicht gestiegen. Der Lockdown verzögert die Frühjahresbelebung. Im Vergleich zum Januar sind die ersten positiven Signale aber dennoch erkennbar.“

„Weniger Menschen meldeten sich arbeitslos und mehr fanden eine neue Arbeitsstelle“, erklärt Karl Tymister. Die Unternehmen suchten auch in Zeiten der Pandemie anhaltend qualifizierte Kräfte. „Derzeit sind uns über 2700 offene Stellen gemeldet. Damit liegt die Arbeitskräftenachfrage auf dem Niveau von vor der Pandemie. Davon werden auch die jungen Fachkräfte profitieren, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer dreieinhalbjährigen Berufsausbildung zunächst nicht übernommen werden konnten. In den besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffenen Branchen stabilisiert die Kurzarbeit den Arbeitsmarkt und sichert die Beschäftigung“, berichtet der Chef der Agentur für Arbeit Mettmann.

In Hilden sind aktuell 2103 Menschen arbeitslos, das sind 27 mehr als im Januar und 370 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für steigt von 6,7 Prozent im Januar auf aktuell 6,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 5,6 Prozent.

In Haan sind 1068 Menschen arbeitslos, das sind 49 mehr als im Januar und 214 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für Haan steigt von 6,3 Prozent im Januar auf aktuell 6,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 5,3 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Mettmann insgesamt weiter gestiegen. Insgesamt waren im Februar 18.780 Menschen arbeitslos, das sind 205 oder 1,1 Prozent mehr als im Januar und 3515 Personen bzw. 23,0 Prozent mehr als vor einem Jahr, erklärte Tymister. Die Arbeitslosenquote steigt von 7,1 Prozent im Januar auf aktuell 7,2 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 5,9 Prozent. Zum Vergleich: Während der Finanzkrise im Februar 2010 waren 19.615 Menschen arbeitslos, 835 mehr als jetzt.

Die Statistik der Zahlen zur Kurzarbeit liegt laut Arbeitsagentur nun für Oktober 2020 vor. Demnach haben im Oktober 14.189 Menschen in 1627 Betrieben Kurzarbeitergeld bezogen. Bis Ende Oktober hatten 5756 Betriebe für 85.210 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Aufgrund des Lockdowns werde seit November wieder deutlich häufiger Kurzarbeit angemeldet.