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Haan Impfzentrum: Der Stand der Dinge

Corona-Pandemie : Impfzentrum: Der Stand der Dinge

Auf etwa 2500 Quadratmetern und drei Etagen entsteht in Erkrath das Impfzentrum für den Kreis Mettmann. Die Räume sind entsprechend vorbereitet, ab 15. Dezember sind sie betriebsbereit. Lotsen begleiten Impflinge durchs Haus.

Rund um die Uhr wird am Timocom-Platz in Erkrath-Hochdahl gearbeitet, damit auf den vormaligen Büroetagen in einem eigenen Gebäude das Impfzentrum im Kreis Mettmann entsteht. „Die Betriebsbereitschaft zum 15. Dezember wird von Land und Bund verlangt und von uns gewährleistet“, erklärt Florian Leckebusch, der die Organisation dieses Projekts leitet.

Weitestgehend abgeschlossen sind Umbaumaßnahmen auf zwei der zum zukünftigen Impfbetrieb gehörenden drei Etagen, die barrierefrei zugänglich sind. Wo einst Teppichboden lag, ist nun den Hygieneanforderungen entsprechend PVC verlegt worden und wurden Wände neu gestrichen. Büroräume werden zu Impfräumen mit je zwei Impfplätzen. Areale, in denen sich bislang Konzernmitarbeiter zu Teambesprechungen versammelten, werden zu so genannten Monitoring-Zonen umgewandelt, in denen frisch Geimpfte zur Beobachtung bleiben können. Auch Wartezonen entstehen auf den Etagen, hier werden zur Information von der Kassenärztlichen Vereinigung produzierte Videos zum Thema „Impfung“ gezeigt, wie Florian Leckebusch erklärt. „Im Haus ist eigentlich alles vorbereitet“, ergänzt Firmensprecher Gunnar Gburek.

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Kaum sei seitens des Kreis Mettmanns der Zuschlag als Impfzentrum erteilt worden, wurden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. „Wir haben das große Glück, ein leistungsfähiges Gebäude-Management zu haben“, unterstützt von einigen externen Gewerken konnte der sportliche Zeitplan rasch umgesetzt werden. „Die technischen Voraussetzungen im Gebäude sind perfekt“, fügt Kreissprecherin Daniela Hitzemann hinzu, außerdem ist ausreichend Platz, dass Ankommende und Weggehende in zwei Einbahnstraßen-Systemen voneinander getrennt das Impfzentrum nutzen können.

 Konzernsprecher Gunnar Gburek: „Die Betriebsbereitschaft des Impfzentrums zum 15. Dezember für den Kreis Mettmann wird gewährleistet.“
Konzernsprecher Gunnar Gburek: „Die Betriebsbereitschaft des Impfzentrums zum 15. Dezember für den Kreis Mettmann wird gewährleistet.“ Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Ein „ausgeklügeltes Beschilderungssystem soll den Impflingen den Weg weisen“, führt Florian Leckebusch aus. Dazu wird auf die Aussagekraft von Symbolen gesetzt, außerdem sollen Lotsen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Das zukünftige Impfzentrum am Timocom-Platz ist ein eigener Gebäudekomplex für sich. Zu erreichen ist die Adresse mit dem Auto, dafür stehen in unmittelbarer Nähe etwa 100 Parkplätze zur Verfügung, wie Konzernsprecher Gunnar Gburek sagt. „Außerdem befindet sich in der Nähe ein S-Bahn-Anschluss“, verweist er auf die Haltestelle der S8, die fußläufig erreichbar ist. Ganz wichtig ist, wie die Kreissprecherin betont: „Niemand kann ohne Termin geimpft werden.“

Bis 15. Dezember soll das Impfzentrum ans Netz gehen. Theoretisch. Aktuell lässt sich noch kein konkretes Startdatum der Impfzentren in Nordrhein benennen, auch nicht in Erkrath. „Der Betrieb wird starten, sobald es einen zugelassenen und entsprechend verfügbaren Impfstoff gibt“, wie Christopher Schneider aus dem Presseteam der Kassenärztlichen Vereinigung mitteilt.

Die Frage, wer zuerst geimpft wird, ist inzwischen geklärt, dazu hat sich de Ständige Impfkommission, kurz Stiko, am Robert-Koch-Institut jetzt positioniert. Danach sollen in den Zentren in der ersten Impfphase vor allem über 80-jährige Personen geimpft werden. Die ebenfalls zur prioritär zu impfenden Gruppe zählenden Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen werden die Impfungen in der Regel in ihren Einrichtungen durch mobile Impfteams erhalten.

Bleibt die Frage, wer besagte Impfungen durchführt. „Das medizinische Personal, das die Impfungen vor Ort durchführen und betreuen wird – also Ärzte und medizinische Fachangestellte – wird an allen Zentren in Nordrhein über die KV Nordrhein vermittelt und organisiert“, beantwortet Christopher Schneider die Frage.“ Hier greifen wir insbesondere auf Honorarkräfte beziehungsweise freiwillige Helfer sowie auch unsere jeweiligen örtlichen Mitglieder zurück.“