Grevenbroich: Strategischer Bahndamm soll behutsam neugestaltet werden

Pläne im Landschaftsausschuss in Grevenbroich vorgestellt : Strategischer Bahndamm soll behutsam neugestaltet werden

Die Neugestaltung des Strategischen Bahndamms bei Neukirchen und Münchrath ist einen Schritt weiter. Die Politiker im Landschaftsausschluss mit Ralf Cremers als Vorsitzendem stimmten für die Einplanung von städtischen Mitteln in den Haushalt 2019. Damit sind nach Neuss und Rommerskirchen auch in Grevenbroich gestellt, das letzte Wort haben aber der Finanzausschuss und der Rat.

Der Förderantrag ist gestellt, bewilligt ist er noch nicht. Fließen Zuschüsse, sollen die Arbeiten im Mai 2019 starten und 2020 abgeschlossen werden. Auf die Stadt kommt ein Eigenanteil von etwa 40.000 Euro zu. Die Mittelbereitstellung hatte der Fachausschuss von der abschließenden Vorstellung der Pläne abhängig gemacht.

Die stellte nun Christoph Tauscher vom Büro „WFG-Landschaft“ am Donnerstagabend vor . An dem Projekt für den rund 30 Kilometer langen Damm, auf dem nie ein Zug rollte, beteiligen sich auch Neuss und – federführend – Rommerskirchen. „Der Bahndamm ist ein Strukturelement in der sonst offenen Landschaft, er ist wertvoll für Artenschutz, Naherholung und als Verbindung zwischen mehreren Dörfern“, wertete Tauscher. Im Vorfeld hatten Grevenbroicher befürchtet ,dass die Pläne zu weit gehen, dass etwa eine „Rad-Rennstrecke“ entsteht.

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Christoph Tauscher präsentierte behutsame Eingriffe in die Landschaft. Der Weg soll etwa 2,5 bis drei Meter breit werden und eine wasserlösliche Decke erhalten. An mehreren Stellen sollen „Landschaftsfenster“ den Blick in die Umgebung gewähren. „Die Eingriffe dafür sind geringfügig, da werden keine Schneisen geschlagen“, betont Tauscher. An zwei dieser „Fenster“ entstehen Erzählstationen mit Infotafeln – nahe Münchrath zum Gillbach sowie bei Neukirchen zur Cross-Lauf-Strecke. Dort sollen Spaziergänger erfahren, „wofür die mehreren Laufbahnen dienen“.

Für den Artenschutz wird der Gehölzbestand auf dem Damm aufgewertet. So werden einige Schwarzpappeln – bevorzugter Lebensraum des Pirols – gepflanzt.Wichtiger Bestandteil des Projekts ist der barrierefreie Umbau der Zugangsrampen an den Kreuzungen mit der L 142 und K 33 (Hülchrather Straße). „Die Zugänge heute sind zum Teil abenteuerlich“, bei schlechtem Wetter sei die Nutzung „halsbrecherisch“, berichtete Tauscher.

(cso-)
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