Dürre-Sommer hat vielen Pflanzen in Grevenbroich geschadet

Landschaftspflege in Grevenbroich: Dürre hat vielen Pflanzen in Grevenbroich geschadet

Das Ausmaß wird laut Stadt erst 2019 zu sehen sein.

Die monatelange Trockenheit im vergangenen Sommer hat zahlreichen Bäumen und anderen Pflanzen auch auf städtischen Flächen stark zugesetzt. Für eine Bilanz ist es aber noch zu früh, das Ausmaß der Schäden sei erst im kommenden Frühjahr zu erkennen. Das erklärte Fachbereichsleiter Peter Mühlenbruch im Ausschuss für Landschaftspflege und Umweltschutz. Die FDP-Fraktion hatte um eine Bilanz gebeten, zudem solle der Bericht aufzeigen, welchen „konkreten Handlungsbedarf“ die Stadtverwaltung mit Blick auf „künftige mögliche Wetterextreme“ sehe.

Peter Mühlenbruch berichtete von den bislang erkannten Schäden. Bei Bodendeckern etwa sei einiges abgestorben, „da werden wir nachpflanzen müssen“. Schäden seien auch an Straßenbäumen festgestellt worden. Die Frage, wie groß die Schäden insgesamt sind, „können wir erst im kommenden Jahr beantworten“, wenn die Bäume wieder austreiben würden, sagte Mühlenbruch.

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Der Fachbereichsleiter lobte das Engagement von Grevenbroicher Bürgern, die Straßenbäumen in der Hitze regelmäßig Wasser spendeten – das helfe, auch wenn ein großer Baum am Tag 500 Liter verdunste. Er wies auch auch auf die Bewässerungsaktionen der Feuerwehr hin. „Wir können uns aber nur den jungen, ein- bis dreijährigen Bäumen widmen.“ Große, ältere Bäume würden mit der Trockenheit aber auch besser zurechtkommen.

CDU-Ratsherr Holger Günther schlug vor, Bürger könnten Straßenbäume „adoptieren“ und sich um sie kümmern. Dieter Dorok (Grüne) vermisst ein umfassendes Konzept der Stadt für Wetterextreme. „Die Gesellschaft für Wirtschaftsdienste GWD hat bereits für den Kanalbereich eine Sturzfluten-Studie erstellen lassen. Ein ganzheitliches Konzept der Stadt aber fehlt bislang“, sieht Grünen-Politiker Dorok Handlungsbedarf.

(cso-)
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