Dritte Gesamtschule in Grevenbroich ist auf dem Weg

Schullandschaft in Grevenbroich: Dritte Gesamtschule ist auf dem Weg

Die Bezirksregierung hat grünes Licht für die weitere Planung der dritten Gesamtschule gegben. Starten soll sie 2021 an der Bergheimer Straße. Endgültiger Standort soll in der heutigen Diedrich-Uhlhorn-Realschule sein, die auslaufen soll.

Gute Nachrichten brachte Bürgermeister Klaus Krützen aus Düsseldorf mit. „Die Bezirksregierung hat uns grünes Licht dafür gegeben, dass wir uns auf den Weg zur dritten Gesamtschule machen können“, kündigte er an. Noch stehen Ratsbeschlüsse und Genehmigung aus, muss die Stadt einiges an „Hausaufgaben“ machen. Doch eine wichtige Hürde ist genommen.

Werden die Pläne umgesetzt, wird die Stadt künftig nur noch über Gymnasien und Gesamtschulen als weiterführende Schulen verfügen, die Diedrich-Uhlhorn-Realschule in Wevelinghoven soll parallel zum Aufbau der dritten Gesamtschule bis 2026 auslaufen. Die Realschüler sollen bis zu ihrem Abschluss am Standort am Heyerweg bleiben, betont die Stadtverwaltung.

Mit der dritten Gesamtschule könnten mehrere Probleme gelöst werden, die bei Schulanmeldungen überdeutlich wurden. Wiederholt mussten die beiden Gesamtschulen Kinder abweisen, während das Interesse an der Realschule nur gering war. Eine Lösung musste her. Eine Untersuchung des Büros Dr. Garbe und Lexis ergab, dass die Schülerzahlen für eine dritte Gesamtschule mit sechs Eingangsklassen und eine dreizügige Oberstufe ausreichen. „Die Realschule leistet sehr gute Arbeit. Aber die Eltern haben mit den Füßen abgestimmt, dagegen können wir uns nicht wehren“, erklärt Krützen. „Viele Eltern wollen eine weiterführende Schule, die bis zum Abitur führt“, ergänzt Erster Beigeordneter Michael Heesch.

  • Schullandschaft : Stadt will dritte Gesamtschule einrichten

Der Zeitplan: Die Gesamtschule soll im August 2021 starten. Die ersten drei Jahrgänge sollen an der Bergheimer Straße lernen, in der früheren Realschule ist bis 2020 die Oberstufe der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule untergebracht. Durch die Interimslösung für die Gesamtschule an der Bergheimer Straße hat die Stadt die Möglichkeit, den Standort am Heyerweg auszubauen. „Wir benötigen etwa die doppelte Zahl an Unterrichtsräumen, zudem muss eine Mensa errichtet werden“, erklärt Heesch, der bei den Kosten von einem „hohen siebenstelligen Betrag“ ausgeht. Krützen wäre mit der neuen Schule gerne bereits 2020 gestartet, doch neben der nötigen Vorbereitung spricht ein weiterer Grund dagegen: „Wir haben in den nächsten Jahren mit der Erweiterung der Grundschule Kapellen und zwei großen Kitas bereits mehrere große Projekte vor der Brust“, sagte Krützen.

2024 könnte die neue Gesamtschule in den erweiterten Schulkomplex in Wevelinghoven ziehen. Die Erstellung des Raumkonzepts und die Darstellung der Kosten gehören zu den nun anstehenden Aufgaben im Rathaus. Heesch betont, dass bei der Planung die Realschule beteiligt wird, auch die Nachbarkommunen müssen befragt werden. Zudem muss eien Fachgruppe das pädagogische Konzept erstellen.

Die Stadt plant, im Sommer 2020 den Antrag für die Schule zu stellen. Dafür sind unter anderem Ratsbeschlüsse für die Auflösung der Realschule und die Errichtung der dritten Gesamtschule erforderlich. Liegt die Genehmigung der Bezirksregierung vor, soll im Herbst 2020 den Eltern in Info-Veranstaltungen das Raum- und pädagogische Konzept vorgestellt werden.

Mehr von RP ONLINE