Grevenbroich Konzert von "Big Silence" im Pop-Up-Kultus

Konzert auf Live-Kunstbühne in Grevenbroich: „Big Silence“ rocken erstmals im Pop-Up-Kultus

Zusammen mit den Musiker-Kollegen von „Desert View“ geben die Grevenbroicher am Freitag ein Konzert auf der Live-Kunstbühne.

Weil das eigentliche Café Kultus umbaubedingt geschlossen ist, müssen Musikliebhaber nicht auf dessen Konzertprogramm verzichten. Das Pop-Up-Kultus ist zwar, wie Leiter Stefan Wehlings sagt, „ein Provisorium, bietet dafür um so mehr Raum für Experimente“.

Die finden gerne rund um die sogenannte Live-Kunstbühne statt und bieten auch Platz für Lokalmatadoren wie die Gruppe „Big Silence“. Sie tritt am Freitag Abend (9. November) auf.Und das ist eine Premiere, denn die Grevenbroicher Band, die ihr Gründungsjahr 2014 beging, feiert damit ihren ersten „richtigen und großen, also abendfüllenden Auftritt“, wie Peter Rodenbüsch, Gitarrist in der „Großen Stille“ erzählt.

Bemerkenswert ist die Band auch deshalb, weil es mitnichten junge Neulinge sind. „Big Silence“, bestehend aus Sängerin Dani Reutner, Bassist Bernd Steinert, Schlagzeuger Hans Gottschall sowie Peter Rodenbüsch, sind „alle über 50 Jahre alt und haben alle viel Erfahrung“, wie der 56-Jährige berichtet. Musikalisch macht das Quartett sein „ganz eigenes Ding“, dynamisch-melodischen Rock spielen sie, „jedes Stück ist anders und alles selbst gemacht“, verspricht der Gitarrist, der vor vier Jahrzehnten zum ersten Mal zur Gitarre griff und zu dessen erklärten Vorbildern Größen wie Rory Gallagher zählen.

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„Wir sind ambitionierte Laien und keine Profis“, was Qualität und Ambitionen keinen Abbruch tut. „Letztlich spielen wir natürlich aus Spaß an der Freude.“ Bei „Rock this town“ gaben sie Klangbeispiele, „die Resonanz war gut“, beschreibt Rodenbüsch den Applaus des Publikums, „wir gelten als ganz brauchbar“. Ein Mal in der Woche trifft das Quartett sich zur Probe und „dann musizieren wir zusammen“. Jeder bringt seine Ideen ein und „jeder gibt seinen Senf dazu“, „ganz demokratisch“ läuft dieses Verfahren des Komponierens und Texteschreibens, und „dann fangen wir an zu feilen“.

Die alten Hasen namens „Big Silence“ treten ab 20 Uhr am Ostwall 18 aber nicht alleine an. Zur Unterstützung geben auch „Desert View“ ein Gastspiel. Dass das Dormagener Quartett mit von der Partie ist, hat seinen Grund: „Big Silence“-Bassist Bernd Steinert mischt auch dort mit. Mit zur Formation gehören außerdem Sandra und Frank Stiefelbein sowie Klaus Rode. „Unsere Musik ist rockig, aber Einflüsse aus anderen Musikrichtungen verarbeiten wir dankbar“, lautet die Eigenbeschreibung, und Freunde der unterhaltenden Rockmusik dürfen auf das Doppelkonzert gespannt sein. Der Eintritt ist frei, um Hutspenden wird gebeten.

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