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Grevenbroich: Polizei ermittelt nach Unglück auf Sportanlage

Vierjähriger in Grevenbroich verletzt : Polizei ermittelt nach Sturz in Versorgungsschacht

Am Sonntag war ein Vierjähriger auf der Sportanlage in Neurath in einen Schacht gestürzt und wurde schwer verletzt. Nun ermittelt die Polizei gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Laut Stadt war der Schacht mit Gittern gesicher.

Der vier Jahre alte Junge, der am Sonntagnachmittag in einen Schacht auf der Neurather Sportanlage stürzte, befindet sich nach wie vor zur Behandlung in einem Krankenhaus. Zum Gesundheitszustand des Kindes konnte die Polizei am Montag keine Angaben machen. Die Kripo ermittelt nach dem schweren Unfall wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt.

Wie Polizeisprecherin Diane Drawe auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, gibt es einen Zeugen, der beobachtet habe, dass der Junge auf ein Gitterrost getreten sei und mit ihm in sechs bis sieben Meter Tiefe gestürzt sei. „Wie das passieren konnte, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen“, sagte Drawe.

Der Vierjährige hatte am Sonntag auf der Sportanlage mit anderen Kindern Fußball gespielt. Sein Vater hatte den Unfall mitbekommen. Er kletterte in den Schacht und konnte seinen Sohn aus der Tiefe retten. Laut Polizei hatte das Kind bei dem Sturz eine Kopfverletzung davon getragen. Ein Rettungshubschrauber flog den Jungen in eine Klinik.

„Ein tragischer Unglücksfall. Wir wünschen dem Kind eine schnelle Genesung“, sagte Rathaussprecher Stephan Renner am Montag. Laut Stadtverwaltung seien die Versorgungsschächte am Neurather Sportlerheim mit Gittern gesichert, die auch betreten werden könnten. „Die SG Frimmersdorf-Neurath hat uns mitgeteilt, dass die Gitter noch am Freitag über den Schächten lagen, so wie es sein muss“, betonte Renner. „Wie es am Sonntag zu dem Unglück kommen konnte, ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir warten jetzt die Ermittlungen der Kriminalpolizei ab.“

Noch am Sonntag sei ein Beamter vom Dienst gemeinsam mit Vertretern der Stadtbetriebe am Unglücksort gewesen. „Der Bereich um das Sportlerheim, das mit mehreren Versorgungsschächten ausgerüstet ist, wurde daraufhin abgesperrt“, sagt Stephan Renner. Die Sportanlage an der Glück-Auf-Straße wird von zwei Vereinen regelmäßig genutzt. Wegen der Corona-Pandemie ist sie laut Stadt zurzeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

(wilp)