Gocher Künstlerin Nicole Peters erarbeitet mit Schülern Wandgemälde

Goch : Lieblingstiere und Selbstporträts

Schüler des Offenen Ganztags der St.-Georg-Schule haben zusammen mit der in Asperden lebenden Künstlerin Nicole Peters ein 14 Meter langes und 1,25 Meter hohes Wandbild für die Außenfassade des Gebäudes gemalt.

. Der Klassenraum wurde umfunktioniert zum Atelier. Der Boden ist mit Folie abgeklebt, auf den Tischen Farben, Pinsel, Papier. An den Wänden lehnen Teile eines großen Wandgemäldes. Es ist fast fertig. Viele bunte Tiere sind darauf zu sehen, dazwischen großformatige Gesichter. An den noch weißen, freien Flächen wird gearbeitet: Kinder sprechen miteinander ab, wer was wohin malt. Wenn sie einen Rat brauchen, fragen sie Nicole Peters. Die Gocher Künstlerin und Kunstpädagogin betreut das Projekt, bei dem ein 14 Meter langes und 1,25 Meter hohes Wandgemälde für die Außenfassade der Gocher St. Georg Schule entsteht.

Die Kunstaktion wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung „Kultur macht stark“ und den Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler am Niederrhein (BBK). Weiterer Kooperationspartner ist der Offene Ganztag der St. Georg Schule. Begonnen wurde in den Osterferien, fortgeführt in den Sommerferien und jetzt in der ersten Hälfte der Herbstferien wurde es schließlich auch endgültig fertiggestellt.

„Mein Lieblingstier und Wir!“ lautet der Titel. Wie Nicole Peters berichtet, hat sie das Thema mit den teilnehmenden Kindern des Offenen Ganztags – seit April insgesamt etwa 70 Kinder im Alter zwischen sechs Jahren und 12 Jahren - gemeinsam erarbeitet. Sie habe die Kinder gefragt, welche Tiere sie mögen, welche Hobbys sie haben. Schnell hatten sich alle darauf geeinigt, ihre Lieblingstiere zu malen und sich selbst. „Wir haben dann zuerst den Zoo in  Krefeld und den Weezer Tiergarten besucht, und die Kinder haben sich Notizen gemacht, wie die Tiere leben und sich bewegen“, erzählt Peters. Darauf fertigten die Grundschüler Entwürfe auf Folien an, die sie dann mithilfe von Overhead-Projektoren an die Leinwand projizierten um sie dann dort zu zeichnen und farbig auszumalen. Wie auf einem riesengroßen Wimmelbild finden sich Tiger, Zebras Elefanten, aber auch Hasen, Katzen und Esel.

„Ich habe ein Erdmännchen, einen Pinguin, eine Eule und mich selbst gemalt“, sagt die siebenjährige Marciella. Arina, ebenfalls sieben, berichtet stolz, sie habe bereits 15 Elemente des Wandbildes gestaltet. „Das Eichhörnchen hier ist der Schiedsrichter auf dem Spielplatz“, sagt sie. Der achtjährige Simon beschreibt ganz genau, wie vorgegangen wurde. „Wir haben auch Tiermasken gebastelt, und wir haben im Lexikon nachgeschaut, wie die Tiere genau aussehen“, erklärt er. Jolina (9) zeigt mitten im Gewirr der bunten Tiere ihr Selbstporträt, auf dem sie die selbstgebastelte Hasenmaske trägt. „Das soll mein verstorbener Hase sein“, sagt sie. Jolina erklärt, dass sie bei dem Projekt besonders den Umgang mit Wasserfarben gelernt habe. Zwei Assistentinnen standen Nicole Peters zur Seite. Irina Schröder-Fröhlich studiert im dritten Semester Kunsttherapie an der HKS Ottersberg. „Die Arbeit hier ist ein Praktikum für mein Studium. Es macht sehr viel Spaß, die Kreativität der Kinder zu erleben“, sagt sie und betont, wie lehrreich es für sie sei, zu sehen, wie Nicole Peters das Projekt führt und mit den Kindern umgeht.

Joana Habimana ist Mitarbeiterin im Offenen Ganztag und hilft ebenfalls mit. „Hier blüht die künstlerische Seite der Kinder richtig auf. Das ist cool“, erzählt sie. Wenn das gesamte Wandgemälde fertig ist, erhält es, wie Peters erklärt, noch einen Abschlussfirnis. Sie dankt der Stadt Goch, dass sie bei der Installation an der Außenwand der Schule behilflich sein werde.