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Schulbusse: Bitte keine Eltern-Taxis in Issum

Kommentar zu Schulbussen in Sevelen : Keine Eltern-Taxis in Issum bitte

Der Ärger der Eltern in Sevelen ist verständlich. Wichtig ist es jetzt vor allem, die Wogen zu glätten. Dafür müssen Politik, Verwaltung und Eltern miteinander statt übereinander reden. So lassen sich chaotische Zustände an Issums Grundschulen verhindern.

Es ist verständlich, dass die Eltern in Sevelen wütend sind. Und Angst haben. Sechsjährige allein in einem öffentlichen Bus fahren zu lassen, einem Bus, in dem auch Fremde mitfahren könnten, das klingt erst einmal bedrohlich. Keine Mutter und kein Vater möchte sein Kind mit einem ungutem Gefühl an der Bushaltestelle herauslassen. Doch die Gemeinde Issum hat auch Recht, wenn sie sagt: Viel wird sich nicht ändern. Es bleiben dieselben Haltestellen, nur der Betreiber und eventuell die Busfahrer werden andere sein. Wichtig wäre jetzt, dass die Gemeinde sich mit den Eltern an einen Tisch setzt. Und mit ihnen spricht, mit Ängsten und Missverständnissen aufräumt. Dieser offene Dialog hätte schon viel früher geschehen müssen. Spätestens jetzt ist er unabdingbar. Denn eines darf auch nicht passieren: dass es bald noch mehr Eltern-Taxis gibt. Ein Vorschlag zur Güte: Die Eltern können ab dem Schuljahr 2023/24 mit ihren Kindern mitfahren. Sie sollten das in den ersten Wochen auch tun. Nicht alle auf einmal, freilich, sonst wird der Bus zu voll. Aber auch hier kann man sich abwechseln, ein, zwei Eltern pro Fahrt würden schon reichen. Das würde dem Sicherheitsgefühl helfen. Und gleichzeitig verhindern, dass es in Issum bald leere Busse, aber voll geparkte Straßen vor den Grundschulen gibt.

Eirik
Sedlmair

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