Schriftstellerin Hiltrud Leenders ist gestorben

Kreis Kleve : Schriftstellerin Hiltrud Leenders ist gestorben

(mgr) Hiltrud Leenders ist tot. Nach langer, schwerer Krankheit starb die Autorin am vergangenen Wochenende nur wenige Wochen, nachdem ihr erster Roman „Pfaffs Hof“ erschien. Ein Roman, der von einer nicht einfachen Kindheit erzählt, von der Enge in einer niederrheinischen Familie und wie sich ein kleines Mädchen daraus befreit.

Es ist ein Roman, der stark autobiografische Züge tragen soll, ein Roman, mit dem Hiltrud Leenders nicht nur ein Stück Niederrhein-Geschichte aufgearbeitet hat. Fast ein Dutzend Jahre hat sie an diesem Buch getragen, ehe sie es schließlich beim Rowohlt-Verlag veröffentlichte.

Dem Verlag, in dem auch die meisten Kriminalromane erschienen, die Hiltrud Leenders als Teil des niederrheinischen Trio Criminale, dessen Arbeit sie wohl ruhen ließ, um sich ganz Pfaffs Hof zu widmen. Pfaffs Hof war damit ihr letztes Buch. Zuvor hatte sie als Autorin noch einen Gedichtband veröffentlicht und bezeichnete sich selbst in einem der Leenders/Bay/Leenders-Krimis als Lyrikerin.

Leenders, 1955 in Nierswalde geboren, studierte nach dem Abitur Germanistik und Anglistik, hatte ein Faible für Linguistik und arbeitete zeitweise als Übersetzerin, seit 1990 als Autorin. Die Mutter von zwei Söhnen engagierte sich ehrenamtlich in Kleve in verschiedenen Vereinen. Bundesweit bekannt wurde sie als Teil des Trios Leenders/Bay/Leenders, zusammen mit Michael Bay und ihrem Mann Artur Leenders entstanden die Geschichten von Toppe, Ackermann und der schönen Astrid. Krimis, die immer ein bisschen mehr als nur Krimis waren. Der Kriminalfall bildete letztlich den Rahmen für die gesellschaftlichen und persönlichen Entwicklungen der Republik und des Personals. 17 Krimis der Reihe erschienen seit Anfang der 1990er Jahre. Dazu kamen ein Rezeptband mit „Ackermann kocht“ und ein Radwanderführer rund um den „Mörderischen Niederrhein“.

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