Geldern: Grüne fordern Studie für Bahnlinie

Geldern: Grüne fordern Studie für Bahnlinie

Die Grünen im Kreistag Kleve fordern einen praktikablen Plan für die Wiederherstellung einer durchgängigen Bahnlinie von Kleve nach Nimwegen. Angesichts der positiven Signale von Verkehrsverband Rhein-Ruhr und der Landesregierung NRW sei jetzt der richtige Zeitpunkt.

Das Land NRW hat im Moment nur wenige Anmeldungen für Großprojekte im Bereich der Schieneninfrastruktur. Im Münsterland und im südlichen Landesgebiet sind die grenzüberschreitenden Bahnlinien größtenteils (wieder-)hergestellt und in Betrieb. Die Grüne-Fraktion im Kreistag Kleve ist der Überzeugung, dass sich derzeit eine günstige Gelegenheit bietet, die Reaktivierung der Strecke Kleve - Nimwegen im ÖPNV-Bedarfsplan zu verankern. Georg Seifert, der beim Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) unter anderem für Infrastrukturplanung verantwortlich ist, hatte kürzlich die Politik ermuntert, tätig zu werden. Er sieht gute Chancen, eine positive Bewertung durch die Gutachter der Landesregierung zu bekommen und damit in den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes aufgenommen zu werden. Nun sei es zunächst notwendig, so Seifert, dass für die Strecke eine sogenannte Vorentwurfsplanung (Leistungsphase 2 nach HOAI) erstellt wird. Diese dient dann im weiteren Verfahren als Grundlage zur weiteren Abstimmung mit der Landesregierung.

Nach bisherigen Erfahrungen kostet eine derartige Studie rund 120.000 Euro. Die Grünen im Kreistag möchten, dass der Kreis Kleve davon 60.000 Euro finanziert. Die andere Hälfte wäre von niederländischer Seite, also der Provinz Gelderland, zu finanzieren.

(RP)