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2023 besteht die Partnerschaft Straelen-Bayon seit 60 Jahren.

Städtepartnerschaft von Straelen : Großes Jubiläumsjahr wird vorbereitet

Das 60-jährige Bestehen der Straelener Partnerschaft mit Bayon soll besonders begangen werden. Viele Veranstaltungen und Aktivitäten sind vorgesehen. Erst einmal ist aber umfangreiche Planung und Organisation nötig.

Für den Partnerschaftsverein „Freunde von Bayon“ wird 2022 ein Jahr voller Planungen und Organisationsfragen werden. Denn die Straelener haben einiges vor im nächsten Jahr. 2023 gibt es die Partnerschaft der Blumenstadt mit der lothringischen Kommune Bayon seit 60 Jahren. Und dieser runde Geburtstag soll natürlich würdig begangen werden.

Freudig war das Wiedersehen Ende Oktober 2021. Nach langer Corona-Pause statteten 16 Franzosen ihren niederrheinischen Freunden einen Besuch ab. Mit dem Partnerschaftskomitee habe man versucht, mit Blick auf die 60-Jahr-Feier etwas einzustielen, berichtete Joachim Bever, der 2. Vorsitzende des Partnerschaftsvereins „Freunde von Bayon“, auf Anfrage. In groben Umrissen ist ein Programm für 2023 entworfen worden. Wobei es laut Bever noch einige Unsicherheitsfaktoren gibt, vor allem die Corona-Lage.

Es soll doppelt gefeiert werden. Zunächst in Straelen am Wochenende von Christi Himmelfahrt. Das wäre der 19. bis 22. Mai 2023. Als zweiter Termin ist in Bayon ein Wochenende im September 2023 ins Auge gefasst. Die Veranstaltung soll mit dem Mirabellenfest verknüpft werden, das laut Bever zurzeit zwar „tot“ ist, für 2023 aber wiederbelebt werden soll. Entsprechende Bemühungen in Bayon laufen.

 Eine Gruppe aus Bayon war Ende Oktober im Straelener Rathaus. Da wurden erste Pläne für die Feiern der Städtepartnerschaft im Jahr 2023 geschmiedet.
Eine Gruppe aus Bayon war Ende Oktober im Straelener Rathaus. Da wurden erste Pläne für die Feiern der Städtepartnerschaft im Jahr 2023 geschmiedet. Foto: Norbert Prümen
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Als Teilnehmer sind nach dem Grobkonzept die Aktiven aus den Partnerschaftsvereinen sowie ehemalige Teilnehmer des Austauschs, der Treffen und Feste vorgesehen, außerdem Kinder und Jugendliche aus teilnehmenden Familien. Auf der Liste stehen zudem Ratsmitglieder und der Bürgermeister sowie gegebenenfalls Musikvereine.

Als mögliche Aktionen in Straelen sind genannt Sport, Bild- und Filmvorführungen, Workshops für Kinder und Jugendliche, ein Festabend und ein Festakt im Forum, eine Messe in St. Peter und Paul, Totengedenken und eine rheinische Kaffeetafel. Ähnliches ist in Bayon denkbar: sportliche Aktivitäten, ein Festabend im Kulturzentrum, eine Messe in Saint Martin, Totengedenken und die Teilnahme am Umzug des Mirabellenfestes.

Ein begleitendes Projekt ist ein zweisprachiges Buch über die Geschichte der Städtepartnerschaft Straelen-Bayon. „Es ist zu zwei Dritteln fertig“, verriet Bever. Er müsse für weitere Recherchen aber auf jeden Fall noch einmal nach Bayon. Die Veröffentlichung ist für den Zeitraum Herbst 2022 bis Frühjahr 2023 vorgesehen. An ein gemeinsames neues Logo für beide Partnerschaftsvereine ist gedacht, auch an Baumpflanzaktionen, eine gemeinsame Fahrt nach Berlin und gemeinsame sportliche Aktivitäten.

Frühzeitig muss sich der Partnerschaftsverein um die Finanzierung kümmern. Als in Straelen 2013 das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft gefeiert wurde, fielen 23.000 Euro an Kosten an. Den Großteil, 15.000 Euro, deckten EU-Gelder. 5000 Euro gab die Stadt Straelen, der Rest kam von örtlichen Geldinstituten. Als eine Geldquelle soll diesmal der deutsch-französische Bürgerfonds genutzt werden, der laut Bever von den Innenministerien beider Länder gesponsert wird. Dafür ist die Vorlage eines gemeinsamen Inhalts- und Finanzkonzepts für die Aktivitäten in beiden Gemeinden erforderlich. Ein Punkt, der ebenfalls eine Reise nach Bayon nötig macht. Der Förderantrag muss bis spätestens September 2022 eingereicht werden. Ein weiterer Topf ist das Förderprogramm „Citizens, Equality, Rights and Values“ (CERV) der Europäischen Union.

Weiteres Geld soll aus Eigenmitteln kommen, durch Sponsoren, durch Zuschüsse von Stiftungen und auch durch einen städtischen Zuschuss. Nicht zuletzt um den warb Bever, als er dieses erste Konzept Anfang Dezember im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur vorstellte.