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Eifelverein Erkelenz : Verzicht auf Wanderungen bis März 2021

Eifelverein Erkelenz : Keine Wandergruppen bis März 2021

Weitreichende Entscheidung der Ortsgruppe Erkelenz im Eifelverein. Die Mitglieder tragen den Beschluss der Wanderführer. Sicherheit und Gesundheit gehen vor.

Eine weitreichende, fast schon existenzielle Entscheidung hat die Ortsgruppe Erkelenz im Eifelverein getroffen: „Aufgrund der neuesten Entwicklungen rund um das Coronavirus (Covid-19) und aufgrund der Empfehlungen der Bundesregierung sowie des Gesundheitsamtes und auch des Robert-Koch-Instituts haben wir uns entschieden, vorerst keine der geplanten Wanderungen stattfinden zu lassen“, erklärt Detlef Püttmann, Wanderführer in der Ortsgruppe. Die Sicherheit und Gesundheit der Wanderfreunde und Wanderführer habe oberste Priorität. Diese Entscheidung reicht über 2020 hinaus bis März 2021.

„Geführte Wanderungen in Gruppen zu mehreren Personen können erst dann durchgeführt werden können, wenn die Wanderführer gegen das Coronavirus geimpft worden sind“, sagt der 73-jährige Püttmann, der in den letzten Jahren unzählige Wanderungen geführt hat. Die Sorge um die Gesundheit der Wanderfreunde einschließlich der Wandergäste sei ebenso vorhanden wie das Bemühen, sich als Wanderführer nicht selbst zu infizieren.

Bei den Mitgliedern des Ortsvereins treffe die Entscheidung auf vollstes Verständnis. „Wenn andere Vereine oder Gruppierungen Wanderungen anbieten und sie verantworten, ist das ihre Sache“, meint der zertifizierte Wanderführer, der auch im belgischen Teil der Eifel, im Hohen Venn zu Wanderungen eingeladen hat. „Jeder kann wandern, und jeder kann auch in einer Gruppe wandern“, meint er. Er sieht sich nur nicht in der Lage, die Verantwortung für Wanderungen des Eifelvereins Erkelenz in der coronagetrübten Zeit zu übernehmen.

Nicht zuletzt Erlebnisse bei den letzten Wanderungen haben zur Entscheidung von Detlef Püttmann geführt. „Wenn Hinweise nicht beachtet werden, wenn Bitten und Appelle an die Vernunft nicht fruchten und wenn das Warnen vor Gefahrensituationen bewusst ignoriert wird, ist es Zeit, Wanderungen abzusagen.“ Falls etwas bei einer geführten Wanderung passiere, etwa ein Unfall oder eine Infektion durch das Nichtbeachten der Hygieneschutzverordnung, trage der Wanderführer die volle Verantwortung.

Das beginne schon bei der Fahrt zur Wanderung in die Eifel. Im Prinzip müsste jeder Haushalt in einem eigenen Fahrzeug fahren. Die so beliebten und ökologisch sinnvollen Fahrgemeinschaften ab Erkelenz sind nicht möglich. Dies müsse ein Wanderführer ebenso kontrollieren wie das Verhalten während der Wanderung mit dem Einhalten der Abstandregelungen oder bei einer geselligen Einkehr nach der Wanderung.

„Es besteht nicht nur die Gefahr, sich selbst zu schaden, sondern hier besteht die Gefahr einer weiteren Verbreitung dieser Pandemie in einem nicht vorher zu berechnenden Ausmaß, wenn nicht alle Maßnahmen eingehalten werden.“ Das Einhalten der Regeln sei aber, so die Erfahrung, ob der Unbelehrbarkeit einiger Teilnehmer, die als Gäste des Wandervereins mitwandern wollen, nicht gewährleistet.

Keine Hilfe bietet der Hauptverein mit Sitz in Düren. „Er hält sich bei der Durchführung der Wanderungen bedeckt und verweist nur darauf, wir Wanderführer sollen die jeweils geltenden Regeln einhalten.“

Doch behält Püttmann bei aller Dramatik seinen zuversichtlichen Blick in die Zukunft. Er verspricht den Mitgliedern des Erkelenzer Ortsvereins: „So lange es geboten ist, auf den persönlichen Kontakt in größerer Runde während der schönen Eifelwanderungen zu verzichten, bemühen wir uns darum, unser Wanderangebot für die Zeit nach der Pandemie in die wirklich schönsten Landschaften der Eifel sehr gut zu planen und vorzubereiten.“