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Demo von Klimaaktivisten in Erkelenz-Lützerath mit Luisa Neubauer

Kundgebung : Luisa Neubauer bei Demo rund um Lützerath

Die Demonstrierenden wollen sich schützend um das von Abbaggerung bedrohte Dorf Lützerath stellen. Auf einer Corona-kompatiblen Kundgebung wird unter anderem Luisa Neubauer von Fridays for Future sprechen. Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr in Keyenberg.

Fünf Gruppen der Klimabewegung und Umweltverbände stellen sich hinter einen Aufruf von „Alle Dörfer bleiben“ zu einer großen Demonstration am Sonntag, 30. August, am Tagebau Garzweiler. Sie wollen gegen die Zerstörung der gefährdeten Dörfer und für Klimagerechtigkeit protestieren. Die Demonstrierenden wollen sich schützend um das von Abbaggerung bedrohte Dorf Lützerath stellen. Auf einer Corona-kompatiblen Kundgebung wird unter anderem Luisa Neubauer von Fridays for Future sprechen, auch die russische Umweltschützerin Aleksandra Koroleva und die Wissenschaftlerin Tonny Nowshin aus Bangladesch werden erwartet.

Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr in Keyenberg und eine Stunde später bei Alt-Immerath (Kreuzung L277/ L19). Unter den teilnehmenden Gruppierungen sind auch Extinction Rebellion Deutschland, Ende Gelände, Greenpeace und Campact.

„RWE zerstört unsere Existenz gleich doppelt“, sagt Britta Kox aus dem bedrohten Dorf Berverath. „Hier vor Ort reißen sie unsere Häuser ab, pumpen das Grundwasser weg und vernichten die Wälder und Äcker. Als CO2-Schleuder von globalem Kaliber vernichten sie Lebensgrundlagen auf der ganzen Welt. Die Kohle unter unseren Dörfern muss deshalb im Boden bleiben – und sie wird es, denn die gesamte Klimabewegung steht hinter uns!“ Das Kohlegesetz opfere das Klima, so Kox weiter. „Als Mutter von vier Kindern kann ich das nicht mit ansehen. Nicht nur die Zukunft unserer Dörfer, auch die nackte Existenz der nächsten Generationen steht auf dem Spiel.“

Für die Zeit vom 23. bis zum 28. September kündigt „Ende Gelände“ eine „Aktion zivilen Ungehorsams am Tagebau Garzweiler“ an.