Emmerich testet Textilsauna

Einmal im Monat : Embricana probeweise mit Textilsauna

An jedem ersten Donnerstag im Monat öffnet sich der Saunabereich den Gästen in Badekleidung.

Es ist ein bundesweiter Trend, dem sich das Embricana jetzt testweise in der anstehenden Sommersaison anschließt: die Textilsauna.

„Dabei haben Gäste an ausgewählten Tagen die Möglichkeit, mit Badekleidung oder einem speziellen Kilt in die Sauna zu gehen“, erklären Anke Kawohl und Ole Engfeld von der Emmericher Freizeiteinrichtung. „Die Hemmschwelle des textilfreien Bereichs ist bei dem einen höher als bei dem anderen“, erklärt Kawohl. „Aber das Interesse am Saunieren ist durchaus bei allen da.“ Deswegen haben sich die Verantwortlichen für dieses Angebot entschieden.

Jeden ersten Donnerstag im Monat (4. Juli, 1. August und 5. September) öffnet sich der Saunabereich den Gästen in Badekleidung. „Wir haben ganz normal geöffnet. Die Gäste können die verschiedenen Saunen, den beheizten Außenpool und auch unsere anspruchsvolle Gastronomie nutzen – zu unseren speziellen Sommerrabatt“, sagt Ole Engfeld.

Ganz unkritisch war die Entscheidung jedoch nicht. „Wir haben im Team über diese besondere Maßnahme intensiv diskutiert“, so Engfeld. Dabei habe es auch Bedenken gegeben.

In erster Linie spielte die Hygiene eine Rolle. „Wir haben uns bei Experten informiert und mit Saunaanlagen gesprochen, die eine Textilsauna bereits anbieten“, berichtet Anke Kawohl. Aus hygienischer Sicht sei das unkritisch, wenn man ein paar Punkte beachte. „Zum Beispiel sich vor und nach dem Saunagang vernünftig abzuduschen sowie möglichst mit nicht zu nasser Badekleidung zu saunieren und natürlich währenddessen ein Handtuch unter den Körper zu legen“, sagt Kawohl.

„Uns ist es wichtig, unsere Sauna und die damit verbundene Entspannung den Gästen zu präsentieren“, sagen Anke Kawohl und Ole Engfeld. „Jeder soll die Möglichkeit bekommen, mal einen Tag abzuschalten ohne die Hemmschwelle der Textilfreiheit.“

Beide betonen aber, dass an diesen ausgewählten Tagen das Saunieren nur in Badesachen oder einem speziellen Kilt gestattet ist. „Zwischenlösungen würden nach nur zu Verärgerungen auf beiden Seiten führen“, so die Embricana-Leitung.

Auf der anderen Seite möchte der Wellnessanbieter auch weiterhin attraktiv für Saunakunden bleiben. „Deswegen probieren wir die Textilsauna erst mal nur aus. Aus diesen Erfahrungswerten überlegen wir dann, wie wir weiter damit umgehen. Im Kern werden wir textilfrei bleiben“, versichern Kawohl und Engfeld.

(RP)
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