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Isselburg: Aus Verbund- wird Sekundarschule

Isselburg : Aus Verbund- wird Sekundarschule

Die Isselburger Verbundschule soll zur Sekundarschule werden. Angedacht ist das für das Jahr 2014. Das Abitur würden die Sekundarschüler an der neuen Gesamtschule in Bocholt ablegen.

Die Isselburger Verbundschule soll zur Sekundarschule werden. Angedacht ist das für das Jahr 2014. Das Abitur würden die Sekundarschüler an der neuen Gesamtschule in Bocholt ablegen.

In Bocholt wird in diesem Schuljahr eine Gesamtschule gegründet. Stadt und Politik in Isselburg sehen das als Chance für die Veränderung der eigenen Schullandschaft. In einer Sekundarschule könnten Isselburger Schüler aller Leistungsstufen bis zur zehnten Klasse aufgefangen werden. Diejenigen, die das Abitur ablegen wollen, würden dazu ab Klasse elf an die Bocholter Gesamtschule wechseln. Damit das reibungslos klappt, würden beide Schulen ihre pädagogischen Konzepte und Schwerpunkte von Anfang an aufeinander abstimmen.

Eine solche Kooperation sei "optimal", eine "Win-Win-Situation", sagte Bürgermeister Rudolf Geukes: Für Isselburger Kinder gäbe es eine weiterführende Schule in der eigenen Stadt. In der Bocholter Gesamtschule wiederum würde die Oberstufe durch die Zugänge aus Isselburg gestärkt.

In ersten Gesprächen waren sich darüber alle Beteiligten einig — die Leitungen der Verbundschule und der neuen Gesamtschule, alle Fraktionsvorsitzenden der Isselburger Politik sowie die Bezirksregierung Münster. "Wir sind übereingekommen, dass wir diesen Weg gehen wollen und sollten", so Geukes.

Wenn sich jetzt nicht noch Widerstände in Politik und Bevölkerung auftun, dann durchläuft das Vorhaben die politischen Gremien in den kommenden Wochen. Schon im Mai könnte der Rat seinen Beschluss fassen, und die Gründung der Sekundarschule wäre dann zum Schuljahr 2014/2015.

Alle Kinder, die ab 2014 in die fünfte Klasse kommen, starten dann ihre Laufbahn als Sekundarschüler. Die älteren Schüler der Verbundschule werden hingegen keineswegs zur Sekundarschülern: Sie beenden ihre Ausbildung an der Verbundschule in "ihrem" jeweiligen Zweig, also entweder an Haupt- oder Realschule. "Die Gesamtschule ist der geborene Kooperationsparter einer Sekundarschule", betont Dina Gunsing von der Stadtverwaltung. Beide Schulformen haben die gleichen zeitlichen Abläufe, das heißt: Sekundarschüler können nach der Klasse 10 zum Abitur glatt in die Klasse 11 der Gesamtschule wechseln. Sie könnten das Abitur auch an einem Gymnasium ablegen, dort würden sie allerdings wieder in die Klasse zehn eingeordnet.

Für die Verbundschule wäre der Übergang zur Sekundarschule kein Problem, betont Konrektor Oliver Tornow. Schon jetzt werden Haupt- und Realschüler teilweise gemeinsam unterrichtet, "zum Beispiel in den Fächern Kunst-Musik-Textil oder Sport", sagt er: "Das ist also nichts völlig Neues für uns. Wir haben die konzeptionelle Erfahrung schon, das ist die logische Weiterführung."

Die Bezirksregierung Münster befürwortetet die angestrebte Kooperation als "pädagogisch sinnvoll". Sie habe den Städten Bocholt und Isselburg Unterstützung für diesen Weg zugesagt, hieß es.

(RP/rl)