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Duisburg: Überm Rhein wird wieder geschweißt

Duisburg : Überm Rhein wird wieder geschweißt

Immer wieder treten in der Konstruktion der Neuenkamper Autobahnbrücke Risse auf, die zugeschweißt werden müssen. Denn die täglich fast 100 000 Fahrzeuge, die darüber rollen, setzen ihr gewaltig zu.

Eigentlich sollte in der Zeit der A 59-Sperrung des Verkehrs auf der A 40 baustellenfrei fließen. Doch daraus wird wohl nichts. Wie schon vor einigen Monaten muss Straßen.NRW seine Mitarbeiter erneut auf die Neuenkamper Brücke schicken, um dort aufgetretene Risse zu schweißen. Vom kommenden Freitag, 6. September, 22 Uhr, bis zum Montag, 5. September, 5 Uhr, wird der Verkehr in Richtung Essen über eine Fahrspur geleitet. Dadurch schwingt die Brücke auf der Seite in Richtung Essen weniger, was die Schweißarbeiten erleichtert. Vom 19. bis zum 22. September folgt dann der zweite Arbeitsschritt mit vergleichbaren Einschränkungen. An beiden Wochenenden können die Autofahrer an der Auffahrt Homberg nicht in Richtung Essen auf die A 40 fahren.

Jochen van Bebber ist Projektleiter bei Straßen. NRW und kriecht regelmäßig durch die Unterkonstruktion der Rheinbrücke. "Wenn wir einen Riss sehen, müssen wir bisweilen sofort reagieren, um Schlimmeres zu verhindern", sagt er. Im Frühjahr waren wie berichtet rund 300 Risse auf dem Bauwerk zugeschweißt worden. Aber es kommen eben immer wieder neue hinzu. Die Neuenkamper Rheinbrücke ist baugleich mit der Autobahnbrücke in Neuss, die wegen ähnlicher Schäden seit Monaten für den Schwerlastverkehr gesperrt ist und auf der das angeordnete Tempolimit streng kontrolliert wird.

So etwa könnte auch hier auf die Autofahrer zukommen. Die Neuenkamper Brücke ist fast 45 Jahre alt und stark frequentiert. Sie war ursprünglich nur vierspurig, wurde dann aber auf sechs Fahrstreifen erweitert.

Täglich passieren fast 92 000 Fahrzeuge die Brücke, davon rund 13 000 Lastwagen. Sie bewirken, dass das Bauwerk immer in Bewegung ist und durch das Gewicht erheblich belastet wird.

So gravierend wie in Leverkusen sind die Schäden an der Brücke in Neuenkamp nicht, versichert van Bebber. Alle Reparaturen führen aber letztlich nicht daran vorbei, dass die Neuenkamper Brücke über kurz oder lang durch einen Neubau ersetzt werden muss. Wie aufwändig allein das dafür notwendige Genehmigungsverfahren ist, macht das Beispiel Leverkusen derzeit deutlich.

Die jetzt anstehenden Reparaturarbeiten wurden wegen des niedrigeren Verkehrsaufkommens bewusst aufs Wochenende gelegt. Auf die A 59-Umleitungsstrecken dürfte die Baustelle keine Auswirkungen haben, weil die nur die Fahrtrichtung Venlo betreffen.

(RP)