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Henkel baut neues Innovationszentrum für die Klebstofftechnologie

Neubau : Henkel baut neues Innovationszentrum

Auf dem Werksgelände entsteht ein hochmodernes Gebäude für 350 Mitarbeiter. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

Die Firma Henkel baut ihren Standort in Holthausen weiter aus. Auf dem Gelände entsteht derzeit ein neues Innovationszentrum, in dem modernes Arbeiten und Forschen im Bereich der Klebstofftechnologie einen Platz haben soll. Die Gestaltung der Gebäude hat das Büro RKW Architektur plus zusammen mit Meyer Architekten übernommen. RKW hatte auch das neue Albrecht-Dürer-Berufskolleg entworfen. Charakteristisches Merkmal und zentraler Ort des siebenstöckigen Gebäudes ist ein dreieckiges Atrium, das mit einer Glaskonstruktion überdeckt ist. Ein Ort, der Kommunikation und Austausch dienen soll.

 „Innovationen sind ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie von Henkel. Wir wollen diese Innovationskraft mit Hilfe der Architektur unterstreichen, würdigen und ihr einen besonderen Ort geben, an dem sich alle Beteiligten des Prozesses wiederfinden“, sagt Dieter Schmoll, Geschäftsführender Gesellschafter von RKW Architektur plus. Mit Balkonen, Emporen bis hinein in die Labore werden Durchblicke ermöglicht und auf diese Weise eine Art gläsernes Labor geschaffen, so Schmoll. Auf diese Weise würden Transparenz und Offenheit vermittelt.

Wenn das Gebäude Ende 2020 fertiggestellt sein wird, dann ziehen dort 350 Mitarbeiter ein, die bislang auf mehr als ein Dutzend Gebäude des Konzerns verteilt sind. Sie arbeiten in der Forschung und Entwicklung von Klebstofftechnologien. Und die Kapazitäten des Gebäudes mit rund 50.000 Quadratmeter sind auf weiteres Wachstum ausgelegt, erklärt Henkel-Sprecher Sebastian Hinz. Bei dem Neubau gehe es zum einen darum, Know-How zusammenzubringen, zum anderen aber auch darum, mit einem hochmodernen Gebäude, Ausstattung und Arbeitsumfeld die Zukunftsgeneration anzusprechen, erläutert Hinz.

Das gilt auch für die Kunden. Sie könnten im Innovationszentrum an neuen Produkten mitwirken, so der Sprecher. „Innovationen sind die Basis für dieses Geschäft.“ Allein für Automobilhersteller und -zulieferer hält Henkel mehr als 300 unterschiedliche Anwendungen bereit. Als Folge davon, dass die Hersteller das Ziel verfolgen, leichtere Fahrzeuge zu bauen, komme auch der Klebstofftechnologie eine größere Rolle zu. Beispielsweise durch den Einsatz von Leichtmetallen oder Kunststoffen, die sicher und dauerhaft verbunden werden müssen.

In den Bau des Innovationszentrums investiert das Unternehmen Henkel mehr als 130 Millionen Euro. Für den Neubau wurde auf dem Südgelände ein alter Backsteinbau abgerissen, der nicht mehr heutigen Standards entsprach. Das dort angesiedelte Konzernarchiv kommt in neue Räume. Nachdem in der vorigen Woche der Grundstein gelegt wurde, haben nun die Hochbauarbeiten begonnen.